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Jakobusgruppe des St. Marien Hospital Eickel feiert 30-jähriges Jubiläum und verabschiedet die diesjährige Pilgergruppe
Seit 30 Jahren verbindet die Jakobusgruppe des St. Marien Hospital Eickel therapeutische Arbeit mit dem gemeinsamen Pilgern. Dieses besondere Jubiläum wurde am Donnerstag, den 03. September 2026, im Rahmen der traditionellen Verabschiedung der diesjährigen Pilgergruppe gefeiert. Am 7. September machen sich 18 Patienten und Mitarbeitende auf den Weg nach Frankreich. In 14 Tagen führt die diesjährige Etappe über rund 195 Kilometer von Saint-Laurent-les-Églises bis Puy de Pont durch die Regionen Limousin und Périgord.
Die feierliche Verabschiedung bot ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Grußworten und dem traditionellen Pilgersegen. Gleichzeitig stand das 30-jährige Bestehen der Jakobusgruppe im Mittelpunkt. Seit drei Jahrzehnten ermöglicht das St. Marien Hospital Eickel psychiatrischen Patienten, die Erfahrungen des Pilgerns als Teil ihrer Therapie zu nutzen. Was zunächst als außergewöhnliches Therapieprojekt begann, hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil des therapeutischen Angebots der Klinik entwickelt. Die Nachfrage wächst kontinuierlich – zugleich ist das Konzept in dieser Form bundesweit einzigartig.
30 Jahre gemeinsam unterwegs
„Die Jakobuswegtherapie verbindet körperliche Aktivität, Gemeinschaft und die Erfahrung, persönliche Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen zu können. Dass dieses Konzept bereits seit 30 Jahren erfolgreich besteht, zeigt, welchen nachhaltigen Wert die gemeinsamen Pilgerreisen für unsere Patienten haben“, erklärt Dr. Peter W. Nyhuis, Chefarzt und Ärztlicher Direktor des St. Marien Hospital Eickel. Auch Dr. Beate Brieseck, Leitung des Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik der St. Elisabeth Gruppe am Standort St. Marien Hospital Eickel, betont die besondere Wirkung der Reise: „Die Teilnehmenden erleben über zwei Wochen, was sie körperlich und mental leisten können. Das stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und schafft Erfahrungen, die auch nach der Rückkehr in den Alltag weiterwirken.“
Nach einer intensiven halbjährigen Vorbereitung beginnt für die Gruppe am 7. September die diesjährige Etappe. Die Pilgergruppe übernachtet dabei in zwei historisch bedeutsamen und für die Pilgerbewegung sehr einflussreichen Orten: Limoges und Périgueux. Beide Städte liegen an der Via Lemovicensis, einem der historischen französischen Jakobswege, und waren bereits im Mittelalter wichtige Stationen für Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela. In Limoges erinnern bis heute zahlreiche Spuren an die jahrhundertealte Pilgertradition, während die Kathedrale Saint-Front in Périgueux als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Wege der Jakobuspilger in Frankreich“ eng mit der Geschichte des Jakobswegs verbunden ist.
Begleitet werden die 18 Pilger von einem multiprofessionellen Team des St. Marien Hospital Eickel. Neben den täglich zurückgelegten Kilometern stehen das gemeinsame Erleben, gegenseitige Unterstützung und der Umgang mit persönlichen Herausforderungen im Mittelpunkt der Reise.