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Von Vorsorge bis Nachsorge: Experten geben Einblick in Behandlung von gynäkologischen Krebserkrankungen

Prof. Dr. Sven Schiermeier (m.), Direktor des Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der St. Elisabeth Gruppe und Chefarzt der Frauenklinik und Geburtshilfe des Marien Hospital Witten, Josephine Parol (l.), Teamleitung der Psychologischen Beratung der St. Elisabeth Gruppe sowie Najla Shibani (r.), Oberärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des St. Anna Hospital Herne informierten im Rahmen der Online-Patientinnenveranstaltung über moderne Möglichkeiten zur Früherkennung, Behandlung und Nachsorge bei gynäkologischen Krebserkrankungen.

Veränderungen am Gebärmutterhals frühzeitig erkennen, moderne Therapien bei gynäkologischen Krebserkrankungen einsetzen und Patientinnen auf dem gesamten Weg der Behandlung begleiten – diese Themen standen im Mittelpunkt einer digitalen Patientinnenveranstaltung des Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der St. Elisabeth Gruppe mit den Standorten Marien Hospital Witten und St. Anna Hospital Herne am 14. April 2026.

Die Online-Veranstaltung widmete sich zunächst der Frage, welche Bedeutung die Früherkennung bei Veränderungen am Gebärmutterhals hat. Dysplasien – also auffällige Zellveränderungen – gelten als mögliche Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs und können häufig im Rahmen der gynäkologischen Vorsorge entdeckt werden. Experten erläuterten, wie solche Veränderungen entstehen, welche Rolle Infektionen mit Humanen Papillomviren (HPV) spielen und welche diagnostischen Verfahren eingesetzt werden, um Auffälligkeiten genauer zu beurteilen.

Darüber hinaus standen aktuelle Entwicklungen in der Behandlung gynäkologischer Krebserkrankungen im Fokus. Moderne operative Verfahren sowie individuell abgestimmte medikamentöse Therapien eröffnen heute vielfältige Behandlungsoptionen bei Gebärmutter-, Gebärmutterhals-, Eierstock- und Vulvakrebs. Ziel ist es, für jede Patientin ein Therapiekonzept zu entwickeln, das sowohl medizinisch wirksam als auch möglichst schonend ist.

Neben den medizinischen Aspekten rückte auch die persönliche Begleitung während der Erkrankung in den Mittelpunkt der Veranstaltung. Psychoonkologische Unterstützung kann Patientinnen helfen, mit der Diagnose und den Belastungen einer Therapie umzugehen und neue Perspektiven zu entwickeln. Ebenso wichtig ist eine strukturierte Nachsorge nach abgeschlossener Behandlung. Regelmäßige Kontrollen und eine engmaschige Betreuung tragen dazu bei, den Heilungsverlauf zu begleiten und mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

„Früherkennung und moderne Therapieverfahren haben die Behandlungsmöglichkeiten in der gynäkologischen Onkologie in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Gleichzeitig ist es wichtig, Patientinnen nicht nur medizinisch, sondern auch persönlich auf ihrem Weg durch die Erkrankung zu begleiten“, erklärt Prof. Dr. Sven Schiermeier, Direktor des Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der St. Elisabeth Gruppe und Chefarzt der Frauenklinik und Geburtshilfe des Marien Hospital Witten.