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| Herne
Prof. Dr. Florian Roghmann ist neuer Klinikdirektor der Urologischen Klinik des Marien Hospital Herne
Seit dem 01. November 2025 hat Prof. Dr. Florian Roghmann die Leitung einer der größten Urologischen Kliniken Deutschlands, die Klinik für Urologie des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, übernommen. Der Urologe deckt durch seine langjährige Tätigkeit in der Herner Klinik in verschiedenen Positionen, zuletzt als Leitender Oberarzt und Leitender Arzt in der Krebstherapieforschung, das gesamte Spektrum der Urologie ab. Als Klinikdirektor verfolgt er das Ziel, insbesondere urologisch-onkologische Behandlungen mithilfe wissenschaftlicher Studien weiterzuentwickeln und mit den jeweilig neuesten robotischen Entwicklungen die minimal-invasiven Verfahren weiter zu optimieren.
„Mit Prof. Dr. Florian Roghmann hat ein umfassend qualifizierter Experte die Leitung der Klinik für Urologie übernommen, der diese Klinik in den vergangenen Jahren nachhaltig mit weiterentwickelt hat,“ erklärt Stephan Fanselow, Mitglied der Geschäftsleitung der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr. So reicht seine Qualifikation von der Therapie bei Prostata-, Nieren- und Blasenkrebs über die Behandlung von Harnsteinen, Harninkontinenz und gutartiger Vergrößerung der Prostata bis hin zur rekonstruktiven Chirurgie. Insbesondere roboter-assistierte Eingriffe gehören zum festen Bestandteil der Therapien.
Vielseitiges Behandlungsspektrum als Besonderheit
Mit einem Behandlungsspektrum, das Erkrankungen der Prostata, Niere, Harnleiter, Harnblase, Harnröhre und des männlichen Genitals umfasst, ist die Urologische Klinik des Marien Hospital Herne nicht nur eine der größten urologischen Kliniken, sondern auch besonders breit aufgestellt. Das zeigt sich auch in den Behandlungszahlen der Herner Klinik: Jährlich werden rund 7.700 Patienten stationär und rund 11.500 ambulant behandelt. „Die Vielseitigkeit ist für mich eine wichtige Besonderheit unserer Klinik. Wir behandeln nicht nur alle Harn- und Geschlechtsorgane, sondern decken auch verschiedene Therapieformen ab: von großen, technisch anspruchsvollen Eingriffen bis hin zu Behandlungen ohne Operation wie die medikamentöse Tumortherapie“, so Prof. Roghmann. Dass die Klinik gerade trotz der Vielseitigkeit in allen Bereichen eine hohe Expertise besitzt und Patienten so optimal zur Seite stehen kann, ist dem gebürtigen Düsseldorfer auch für die Zukunft besonders wichtig: „Diesen Weg möchte ich fortführen. Mit unserem Team können wir bereits heute viele urologische Patienten mit gezielten Therapien behandeln“, erklärt der Klinikdirektor. „Dies möchte ich durch Forschung weiter ausbauen.“
Schwerpunkt: Minimal-invasive Operationen mit Roboter
Die Urologische Klinik operiert schon seit vielen Jahre minimal-invasiv mit Robotern. Schon heute sind vier Roboter im Einsatz und ein weiterer Roboter der neuesten Generation wurde bereits angeschafft. Bei robotischen Operationen sieht Prof. Roghmann auch zukünftig weiteres Potential: „Mit der nächsten Generation können wir noch minimal-invasiver arbeiten“, erklärt er. „Unser Ziel ist immer, den Körper bei Eingriffen möglichst wenig zu belasten.“ Ob ein robotischer Eingriff oder eine offene OP für den Patienten in Frage kommt, wird individuell entschieden. „Die Therapieform hängt immer vom Patienten ab. Bei jedem Einzelnen schauen wir, welches Vorgehen das Beste für ihn ist“, betont der 45-Jährige.
Kontinuierliche Weiterentwicklung der Krebstherapien
Bereits seit Beginn seiner Tätigkeit in der Herner Klinik 2009 beschäftigte sich der zweifache Familienvater schwerpunktmäßig mit der Behandlung von urologischen Krebspatienten. So forschte er nicht nur an der University of Montreal, Kanada, zu Tumoren, sondern hat das Forschungslabor und die Studienambulanz der Urologischen Klinik des Marien Hospital Herne aufgebaut. Heute zählt sie zu den größten in Deutschland. In klinischen Studien werden medikamentöse Therapien erforscht, die direkt in die Praxis übertragen werden, und Patienten können durch ihre Teilnahme mit neuesten, innovativen Medikamenten versorgt werden: So konnte Prof. Roghmann sich beispielsweise an entscheidenden Entwicklungen in der Therapie des metastasierten Blasentumors beteiligen. Mithilfe von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten in Kombination mit der Immuntherapie können Patienten heute deutlich besser behandelt werden.
Gerade diese Weiterentwicklung der Therapiemöglichkeiten sind dem neuen Klinikdirektor wichtig: „Im Bereich der urologischen Onkologie kann man viel bewegen, in den letzten Jahren kamen viele medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten hinzu. Damit können wir vielen Patienten, denen wir früher nicht helfen konnten, jetzt eine Therapie anbieten.“
Zukunft der Klinik für Urologie
Neben der Weiterentwicklung in der individualisierten urologischen Krebstherapie und der konsequenten Nutzung der neuesten Technik plant Prof. Roghmann das Angebot im Bereich der Harninkontinenz und der rekonstruktiven Urologie auszubauen und damit die Leistungen der Urologischen Klinik für Patienten abzurunden.
Lehre und Nachwuchsförderung
Im Rahmen seiner Professur hält Prof. Roghmann Vorlesungen zu Prostatakarzinom, Harnblasenkarzinom und gutartigen Vergrößerungen der Prostata. Die Lehre wird er praxisnah gestalten, damit Studierende schon früh Techniken erlernen können und fallbasiert lernen.