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Hohe Qualität bei Dialysezugängen: Shuntzentrum im Marien Hospital Witten erneut zertifiziert
Die Klinik für Gefäßchirurgie im Marien Hospital Witten ist gemeinsam mit der Dialysepraxis GIM (Gemeinschaftspraxis Innere Medizin) und weiteren Kooperationspartnern erneut als „Interdisziplinäres Regionales Shuntzentrum Ennepe-Ruhr" zertifiziert worden. Die Auszeichnung bestätigt die hohe fachliche Qualität sowie die enge Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen in der Versorgung von Dialyse-Patienten.
Patienten mit einer schweren Einschränkung der Nierenfunktion – einer Niereninsuffizienz – sind häufig mehrmals pro Woche auf eine künstliche Blutwäsche (Hämodialyse) angewiesen. Um diese Behandlung durchführen zu können, wird ein stabiler Gefäßzugang benötigt, ein sogenannter innerer „Shunt“. Über diesen Zugang kann eine größere Blutmenge entnommen, gereinigt und wieder in den Körper zurückgeführt werden, da die natürlichen Venen dafür meist nicht ausreichend geeignet sind.
Das Anlegen eines solchen Dialysezugangs erfordert ein hohes Maß an Erfahrung und eine sorgfältige individuelle Planung. Je nach Vorerkrankung oder Gefäßsituation kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Zudem kann es im Verlauf zu Komplikationen wie einem Verschluss des Shunts kommen, bei dem eine schnelle medizinische Versorgung notwendig ist.
Interdisziplinäre Versorgung im Marien Hospital Witten
Das zertifizierte Shuntzentrum gewährleistet eine umfassende Betreuung von Dialyse-Patienten – von der ersten Diagnostik über die operative Anlage eines Shunts bis hin zur Nachsorge. Durch die enge Abstimmung zwischen Gefäßchirurgie, Nephrologie und Radiologie können notwendige Untersuchungen und Behandlungen zeitnah durchgeführt werden.
Die Klinik für Gefäßchirurgie arbeitet dabei eng mit nephrologischen Praxen in Witten zusammen, die die Dialysebehandlung der Patienten übernehmen. Vor einem operativen Eingriff erfolgt die erforderliche Ultraschalldiagnostik in einer spezialisierten Sprechstunde. Bei Bedarf kann ergänzend eine weiterführende Bildgebung, beispielsweise mittels MRT oder CT, in der Radiologie des Hauses durchgeführt werden.
„Die Rezertifizierung zeigt, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche bei uns sehr gut funktioniert. Für Dialyse-Patienten ist es besonders wichtig, dass Diagnostik, Operation und Nachsorge eng aufeinander abgestimmt sind. Genau das können wir durch unser interdisziplinäres Shuntzentrum gewährleisten", erklärt Priv.-Doz. Dr. Stephan Langer, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie des Marien Hospital Witten.
Die Zertifizierung wird von den Deutschen Gesellschaften für Nephrologie, Gefäßchirurgie / Gefäßmedizin, Radiologie und Angiologie vergeben.