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Fanar Othman ist neuer Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Pneumologie im Marien Hospital Witten

Sebastian Schulz (r.), Mitglied der Geschäftsleitung der St. Elisabeth Gruppe, mit Fanar Othman (l.), dem neuen Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Pneumologie des Marien Hospital Witten.

Seit dem 01. Januar 2026 leitet Fanar Othman die Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Pneumologie im Marien Hospital Witten. Der erfahrene Pneumologe und Internist bringt umfassende Fachkenntnisse in der Diagnostik und Behandlung von Lungenerkrankungen mit, insbesondere im Bereich Lungenkrebs. Als neuer Chefarzt möchte er die Klinik mit innovativen Diagnoseverfahren und modernen Behandlungskonzepten weiterentwickeln.

„Unter der Leitung von Fanar Othman wird die Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Pneumologie wie gewohnt die gesamte Bandbreite der Inneren Medizin abdecken. Das bestehende hochqualifizierte Team ist bereits sehr gut aufgestellt“, sagt Sebastian Schulz, Mitglied der Geschäftsleitung der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr und ergänzt: „Durch die Erweiterung um Fanar Othmans Expertise wird das bestehende Leistungsangebot nun optimal abgerundet.“

Der neue Chefarzt möchte die sehr guten Voraussetzungen nutzen, um die Versorgungsqualität der Klinik weiter zu optimieren. Dabei hat er nicht nur die Lungenheilkunde im Blick. „Die Innere Medizin ist besonders vielfältig und wir wollen sicherstellen, dass wir in allen Bereichen, sei es in der Pneumologie, Gastroenterologie oder allgemeinen Inneren, auf höchstem Niveau arbeiten. Dabei wird die Patientenversorgung stets im Mittelpunkt stehen“, betont Fanar Othman, der zuletzt Chefarzt in einer spezialisierten Lungenfachklinik war und sich nun wieder breiter aufstellen möchte.

Schwerpunkt: Bronchialkarzinom und innovative Diagnostik in der Pneumologie
Luftnot ist ein Symptom unter dem fast alle Patienten mit Lungenerkrankungen leiden. Diesen Menschen zu helfen, ist das zentrale Anliegen des 40-jährigen. Das Spektrum der Erkrankungen, die der Pneumologe behandelt reicht dabei von Asthma, über Lungenentzündungen und COPD bis zu Lungenkrebs. 

Der zentrale Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Diagnostik und Therapie des Bronchialkarzinoms (Lungenkrebs). Dabei setzt der Lungenspezialist auf moderne, hochspezialisierte Verfahren wie die endobronchiale Ultraschalluntersuchung (EBUS), die eine genaue Diagnostik ermöglicht und hilft, das Stadium von Lungenkrebs zuverlässig festzustellen. Darüber hinaus kommt unter seiner Leitung die Navigationsbronchoskopie zum Einsatz. Mit dieser Methode können auch schwer erreichbare krankhaft veränderte Bereiche in der Lunge genau untersucht und diagnostiziert werden. Ein weiteres wichtiges Verfahren ist die starre Bronchoskopie. Sie ist besonders dann von großer Bedeutung, wenn minimal-invasive Diagnose- oder Therapieverfahren bei komplexen Befunden, wie etwa bei besonders schwerzugänglichen Lungentumoren, eingesetzt werden. Sie ermöglicht eine exakte Diagnose im Rahmen derer Tumore schnelle sowie präzise erkannt und im Anschluss rasch behandelt werden können. 

„Wir werden unseren Patienten moderne, leitliniengerechte und individuell abgestimmte Behandlungskonzepte anbieten. Dabei werden sowohl vollständig heilende als auch palliativmedizinische Ansätze berücksichtigt. Ziel ist es, für jeden Patienten eine passende und ganzheitliche Therapie zu ermöglichen“, sagt der neue Chefarzt.

Wenn ab Frühjahr 2026 deutschlandweit ein allgemeines Lungenkrebs-Screening eingeführt wird, um die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, ist die Klinik gut aufgestellt, um die zu erwartende steigende Zahl von Patienten optimal zu betreuen. 

Raucherentwöhnung und Weaning
Neben der Behandlung spielt für den Vater von zwei Kindern auch die Vorsorge eine wichtige Rolle. So plant er die Einführung eines umfassenden Rauchentwöhnungsprogramms, das sich sowohl an COPD-Patienten als auch an Raucher ohne bestehende Erkrankung richtet. „Prävention und Unterstützung bei der Rauchentwöhnung sind entscheidend, um langfristige Lungenerkrankungen zu vermeiden und die Lebensqualität der Patienten nachhaltig zu steigern“, erklärt der gebürtige Syrer.

Zusätzlich wird in der Klinik das sogenannte Weaning angeboten. Darunter versteht man ein spezialisiertes medizinisches Verfahren zur schrittweisen Entwöhnung von Patienten von der künstlichen Beatmung, insbesondere nach einer längeren intensivmedizinischen Behandlung. Ziel ist es, die selbstständige Atmung sicher wiederherzustellen und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit 
Der neue Chefarzt setzt zudem auf eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit. Bei Patienten mit einer Lungenerkrankung sind oft auch andere Organe geschädigt. Daher ist bei der Behandlung von Lungenerkrankungen zum Beispiel der enge Austausch zwischen Pneumologen und Kardiologen wichtig. Bei Lungenkrebs zählen neben den Pneumologen u. a. Onkologen und Radiologen zum behandelnden Team, um eine individuelle ganzheitliche Versorgung der Patienten zu ermöglichen. „Im Marien Hospital Witten möchte ich diese Zusammenarbeit weiter intensivieren, um unseren Patienten die bestmögliche Betreuung zu bieten“, erklärt der Castrop-Rauxeler.