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Marien Hospital Herne für Forschung zu innovativem Weiterbildungskonzept ausgezeichnet

Nadia Wohlfarth, pflegewissenschaftliche Mitarbeiterin des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum und pflegerische Koordinatorin des palliativmedizinischen Konsiliardienstes, nahm die Auszeichnung für das Poster „NETWORK: One Minute Wonder an RUB-Universitätskliniken“ entgegen.

Auf dem diesjährigen Kongress des Verbands der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands e.V. (VPU) wurde das wissenschaftliche Poster des lokalen Netzwerkes Pflegewissenschaft und Praxisentwicklung der Ruhr-Universitätskliniken Bochum (UK RUB) ausgezeichnet. Zum Netzwerk gehört neben fünf weiteren Kliniken aus der Region auch das Marien Hospital Herne. Das Poster mit dem Titel „NETWORK: One Minute Wonder an RUB-Universitätskliniken“ belegte unter insgesamt 40 Teilnehmern den 2. Platz. Es stellt die Inhalte einer wissenschaftlichen Studie vor, die das Konzept „One Minute Wonder“ (OMW) untersucht, eine innovative Methode zur kontinuierlichen und niederschwelligen Fortbildung von Mitarbeitenden in der Pflege.

Im Rahmen des VPU-Kongresses tauschten sich mehr als 500 Führungskräfte, Pflegewissenschaftler und Pflegefachpersonen aus Deutschland und Europa unter dem Motto „Pflege mit Verantwortung. Der Schlüssel für die Zukunft“ aus. Eine digitale Posterausstellung stellte wegweisende Forschungsprojekte rund um das Thema Pflege vor. Darunter das prämierte Poster als Teil einer multizentrischen Studie zur Implementierung des OMW-Konzepts in den Universitätskliniken der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB), an der sich auch das Marien Hospital Herne beteiligt, vertreten durch Meike Materna, Leitung Pflegequalitätsentwicklung der St. Elisabeth Gruppe - Katholische Kliniken Rhein-Ruhr und Nadia Wohlfarth, pflegewissenschaftliche Mitarbeiterin des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum und pflegerische Koordinatorin des palliativmedizinischen Konsiliardienstes. 

Die Studie untersucht, wie Pflegekräfte das OMW-Konzept nutzen und wie sie ihren subjektiven Bildungsgewinn aus der Teilnahme an diesem Format einschätzen. Darüber hinaus widmet sie sich der Frage, inwieweit die Pflegekräfte bereit sind, selbst OMW zu erstellen. Diese Form der Weiterbildung bietet Lerninhalte in komprimierter Form direkt dort an, wo Mitarbeitende im Arbeitsalltag regelmäßig kurze betriebsbedingte Wartezeiten erleben. Sie bildet somit eine praxisorientierte Möglichkeit zur kontinuierlichen Weiterbildung im Alltag.

„Die Auszeichnung mit dem 2. Platz ist eine wertvolle Bestätigung der Bedeutung dieses Forschungsprojekts und der innovativen Methodik von OMW für die Weiterbildung von Pflegekräften“, so Marion Schmitz, Gesamtpflegedienstleitung der St. Elisabeth Gruppe und eine der beiden Sprecher der RUB-Kliniken auf VPU-Ebene. „Das Projekt zeigt, wie wichtig es ist, Pflegekräften praxisnahe und zeitsparende Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten, die sie flexibel in ihren Arbeitsalltag integrieren können.“

Das OMW-Konzept wurde bereits im Marien Hospital Herne erfolgreich eingeführt und wird nun im Rahmen der multizentrischen Studie weiter erforscht und optimiert. Die Ergebnisse des Projekts sollen dazu beitragen, das Konzept in den Universitätskliniken der Ruhr-Universität Bochum nachhaltig zu implementieren. Ab 2026 soll das OMW-Konzept auch in weiteren Einrichtungen der St. Elisabeth Gruppe eingeführt werden.