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Herner Psychiatriegespräch zu Therapien jenseits der Standards

Dr. Peter W. Nyhuis (3.v.l.), Chefarzt und Ärztlicher Direktor des St. Marien Hospital Eickel, diskutierte mit weiteren Fachexperten über therapeutische Herausforderungen.

Am vergangenen Mittwoch, dem 18. März 2026, lud das St. Marien Hospital Eickel zum „Herner Psychiatriegespräch 2026“ ein. Die Fachveranstaltung stand unter dem Titel „Therapiekonzepte jenseits der Standards“ und stellte besondere Behandlungsstrategien bei komplexen psychiatrischen Krankheitsverläufen in den Mittelpunkt.

In den Vorträgen wurde deutlich, dass Leitlinien zwar eine wichtige fachliche Orientierung bieten, bei schweren, chronifizierten oder therapieresistenten Verläufen jedoch nicht immer ausreichen. Komorbide Erkrankungen und besondere psychosoziale Rahmenbedingungen machten häufig individuelle psycho-, milieu- oder pharmakotherapeutische Ansätze erforderlich.

Vorgestellt wurden unter anderem Erfahrungen mit der stationsäquivalenten Behandlung (StäB), die eine psychiatrische Versorgung im häuslichen Umfeld ermöglicht und stationäre Aufenthalte reduzieren kann. Darüber hinaus präsentierten die Referierenden Daten zur Behandlung schwerer Alkoholabhängigkeit mit Disulfiram. Ergebnisse aus der Akut-Tagesklinik des Standorts sowie die Darstellung eines besonderen Falls aus der Praxis ergänzten das Programm.

Das Herner Psychiatriegespräch richtete sich an Psychologinnen und Psychologen, Psychiaterinnen und Psychiater sowie an alle in der Psychiatrie und Psychotherapie Tätigen.