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Expertenwissen aus erster Hand: Erfolgreicher 4. ESD-Workshop 2026 im St. Anna Hospital Herne
Das ursprünglich aus Asien stammende Behandlungsverfahren der Endoskopischen Submukosadissektion (ESD) gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Beim 4. ESD-Workshop im St. Anna Hospital Herne trainierten Ärzte an Organmodellen den besonders schonenden endoskopischen Einsatz zur Entfernung von Gewebeveränderungen im Magen-Darm-Trakt und in der Speiseröhre.
Die Endoskopische Submukosadissektion ist aus der modernen Gastroenterologie nicht mehr wegzudenken. Das Verfahren kommt bei verschiedenen Erkrankungen zum Einsatz, die die dünne Bindegewebsschicht unterhalb der Schleimhaut, die sogenannte Submukosa, betreffen.
Das erfahrene Expertenteam um Dr. Viktor Rempel, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie im St. Anna Hospital Herne, ermöglichte den Teilnehmenden des ESD-Workshops, die ersten Schritte der ESD praxisnah an Organmodellen zu trainieren.
Anspruchsvolle Endoskopie in der modernen Gastroenterologie
Aufgrund der extrem feinen und dünnen Gewebeschichten, zwischen denen sich der Arzt mit den Instrumenten bewegen muss, zählt das ESD-Verfahren zu den anspruchsvollsten endoskopischen Techniken. „Präzision und Feingefühl sind gefragt, nur so lassen sich Verletzungen des umliegenden Gewebes vermeiden“, sagt Dr. Viktor Rempel. „Durch das intensive Training an den Modellen kann dieses notwendige Fingerspitzengefühl gezielt entwickelt werden.“
Dr. Viktor Rempel hat die in Japan entwickelte Technik direkt vor Ort erlernt. Seit 2018 ist die Endoskopische Submukosadissektion fest als Schwerpunkt in der Klinik für Gastroenterologie am St. Anna Hospital Herne etabliert.
Minimalinvasiver Eingriff im Fokus
Auffällige Gewebeteile wie Polypen oder frühe Krebsstadien können mit dieser Methode vollständig und in einem Stück aus Magen, Speiseröhre und Darm entfernt werden. Der Zugang erfolgt über ein Endoskop, ein schmales Instrument, das über natürliche Körperöffnungen bis zur betroffenen Stelle im Magen, in der Speiseröhre oder im Darm geführt wird. Auf einen operativen Eingriff kann dadurch verzichtet werden, was die Behandlung für Patienten besonders schonend macht.