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Coronavirus – Informationen für Schwangere im Marien Hospital Herne

Schwangerschaft und Geburt sind besondere Erlebnisse im Leben eines Paares. Auch in der aktuellen Situation ist es uns daher ein besonderes Anliegen, dass die Geburt sorgenfrei und von Ärzten, Hebammen und Pflegenden gut umsorgt erlebt werden kann. Wir möchten werdenden Eltern Mut machen, sich von den derzeitigen Ereignissen nicht zu sehr verunsichern zu lassen und bestärkt auf den Moment hinzuarbeiten, in dem sie das neue Leben das erste Mal im Arm halten. Dafür setzt sich unser Team der Geburtshilfe ein.

Viele Fragen rund um aktuelle Regelungen in Zeiten von Corona werdem von den Experten im „Digitalen Informationsabend“ beantwortet. Die Termine für kommende Infoabende werden hier bekannt gegeben.

 

Sind besondere Leistungen vor, während und nach der Geburt eingeschränkt, z.B. Geburtsvorbereitungskurse oder Hebammensprechstunden?

Aktuelle Informationen zu Kursen können Sie der Internetseite der Elternschule entnehmen.

Geburtsplanung
Das Geburtsplanungsgespräch findet persönlich statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Dürfen Begleitpersonen bei der Geburtsplanungssprechstunde anwesend sein?
Wir möchten auch in der aktuellen Situation unsere Schwangeren und deren Partner im Rahmen der Sprechstunde umfassend beraten. Um das Übertragungsrisiko zu minimieren, bitten wir darum, dass der Partner nicht persönlich an der Sprechstunde teilnimmt, sondern die Untersuchung beispielsweise per Videoanruf oder als Handyvideo mitverfolgt. Auch Fragen können auf diese Weise oder telefonisch beantwortet werden.

Wie sind die Vorgaben rund um die Geburt?
Jede Patientin, die stationär aufgenommen wird, muss unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus bei der Aufnahme einen Corona-Test machen. Bei einer geplanten Aufnahme, zum Beispiel vor einem Kaiserschnitt, wird maximal 48 Stunden vor der Aufnahme ein PCR-Test durchgeführt. Zusätzlich müssen Schwangere am Tag der Aufnahme einen Schnelltest von einer offiziellen externen Teststelle vorzeigen. Wenn kein Test vorliegt, kann der Schnelltest auch bei der Aufnahme erfolgen. Schwangere ohne geplante Aufnahme müssen im Kreißsaal einen PCR-Test und einen Schnelltest durchführen. Dies ist zum Beispiel nötig, wenn die Geburt bereits begonnen hat.

Bei Frauen ohne Verdacht auf eine Covid-19-Infektion:
Die Geburt findet wie gewohnt im Kreißsaal bzw. bei Kaiserschnitten im Operationssaal statt. Im Anschluss können Mutter und Kind ein Stationszimmer oder gemeinsam mit dem Partner ein Familienzimmer beziehen, sofern diese nicht anderweitig benötigt werden.

Bei einem Verdacht oder dem Nachweis auf eine Covid-19-Infektion:

Die Geburt findet wie gewohnt im Kreißsaal bzw. bei Kaiserschnitten im Operationssaal statt. Eine Begleitperson darf die Schwangere begleiten.

Nach der Entbindung werden Mutter und Kind gemeinsam in einem Zimmer, separiert von anderen Müttern oder Schwangeren, untergebracht.
Sollte bei einer Schwangeren der Verdacht oder der Nachweis für eine Covid-19-Infektion bestehen, ist eine Isolation im Kreißsaal sowie im Stationszimmer erforderlich, um die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung des Virus im Krankenhaus zu minimieren. Mutter und Kind werden jedoch auch in der Isolationssituation, sofern es Zustand von Mutter und Kind zulassen, zusammen untergebracht.  

Ärzte, Pflegepersonal und Hebammen arbeiten mit entsprechender Schutzkleidung, um der Verbreitung des Virus vorzubeugen.  

Dürfen die Partner mit zur Entbindung (natürlich und/oder Kaiserschnitt)?

Es darf eine Person die Schwangere zur Entbindung begleiten – sowohl im Kreißsaal als auch bei einem Kaiserschnitt. Das kann der Partner oder eine andere vertraute Begleitperson sein. Eine Begleitung ist auch bei positiv auf Covid-19 getesteten Schwangeren möglich. Die Begleitperson ist unabhängig vom Impf- und Genesenenstatus erlaubt, die Begleitperson muss jedoch einen negativen Schnelltest von einer offiziellen externen Teststelle vorweisen. Wenn die Begleitperson, zum Beispiel der Partner, positiv auf Covid-19 getestet wird, darf eine andere Begleitperson mit einem negativen Schnelltest von einer offiziellen externen Teststelle die Schwangere während der Geburt begleiten.

Während des gesamten Aufenthaltes im Krankenhaus müssen Begleitpersonen mindestens einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Nicht geimpfte, nicht vollständig geimpfte und nicht genesene Begleitpersonen müssen konsequent eine FFP2-Maske tragen. Grundsätzlich ist es erforderlich, dass der Partner sich ausschließlich im Kreißsaal oder im Zimmer aufhält, um die Kontakte mit anderen Patientinnen sowie dem Personal zu minimieren.

Sollte eine stationäre Aufnahme der Schwangeren vor der Geburt, z. B. zur Geburtseinleitung, erforderlich sein, darf die Begleitperson die Schwangere begleiten. Besuche der Schwangeren während der Einleitung und somit vor Beginn der Geburt sind ebenfalls nur durch den Partner, bzw. die Begleitperson erlaubt.

Begleitpersonen, die Schwangere vor oder während der Geburt begleiten, müssen einen Schnelltest von einer offiziellen externen Teststelle vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Der Schnelltest kann vorab in einer offiziellen Teststelle durchgeführt werden. Sollte die Geburt bereits begonnen haben, ist auch ein Schnelltest im Kreißsaal möglich.

Muss die Frau während der Geburt eine Maske tragen?

Während der Geburt muss die Schwangere keine Maske tragen.

Welche besonderen Vorkehrungen gelten in Corona-Zeiten auf den Geburts-/Neugeborenen Stationen?
 Die umfassende Versorgung sowohl von Schwangeren vor der Geburt als auch Müttern und Kindern ist zu jeder Zeit sichergestellt.
Für Patienten und Mitarbeiter gilt die penible Einhaltung der bekannten Hygieneregeln.

Stillen und Füttern
Es gibt derzeit keine Hinweise, dass das Virus über die Muttermilch übertragen wird. Daher besteht auch im Falle einer Infektion mit Covid-19 kein Grund, auf das Stillen zu verzichten. Beim Stillen bzw. Füttern des Neugeborenen werden Mütter jedoch darum gebeten, penibel auf die Einhaltung der Händehygiene zu achten. Das gilt beim Anlegen des Kindes sowie bei der Zubereitung der Säuglingsnahrung. Beim Stillen wird weiterhin empfohlen, im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus einen Mundschutz zu tragen, um eine Übertragung des Virus auf das Kind zu verhindern.

Intensive Betreuung für Betroffene von Covid-19
Für die Betreuung positiv getesteter Schwangerer und Mütter haben die Kliniken ein interdisziplinäres Team aus Geburtshelfern, Hebammen, Kinderärzten, Internisten sowie Intensivmedizinern aufgestellt, das sich intensiv um die Betroffenen kümmert, sodass eine weitgehend sorgenfreie Entbindung stattfinden kann. 

Können Partner in Familienzimmer einchecken?
Nach aktuellem Stand können Familien das Familienzimmer in Anspruch nehmen, sollte es nicht anderweitig benötigt werden. Die Belegung von Familienzimmern ist unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus des Partners möglich. Sollte der Partner mit in das Familienzimmer ziehen, wird zusätzlich bei dem Partner ein PCR-Test durchgeführt, unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus. Wenn der Partner mit in das Familienzimmer einzieht, darf sie Tag und Nacht bei Mutter und Kind bleiben, das Krankenhaus aber nicht zwischendurch verlassen.
Geschwisterkinder können aktuell nicht in das Familienzimmer mit einziehen.

Welche Besuchsmöglichkeiten haben Partner, die nicht mit im Familienzimmer wohnen?
Beim Besuchsrecht gilt derzeit, dass die Begleitperson der Geburt Mutter und Kind täglich während des Aufenthaltes besuchen darf. Bei Mehrbettzimmern ist eine Absprache nötig, sodass sich nur ein Besucher im Zimmer befindet. Jede Mutter darf also Besuch empfangen, jedoch nicht zur selben Zeit wie weitere Patientinnen im Zimmer.

Begleitpersonen, die nach der Geburt erneut in das Krankenhaus kommen, müssen bei jedem Besuch einen Schnelltest von einer offiziellen externen Teststelle vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Eine Übersicht der Stadt Herne über Teststellen gibt es hier.

Dürfen Verwandte Mutter und Kind in den Tagen nach der Geburt besuchen?
Nein, es sind nur Besuche durch den Partner bzw. die Begleitperson erlaubt, die auch die Geburt begleitet hat. Der Besuch darf nicht wechseln. Auch Besuche von Geschwisterkindern sind nicht möglich.


Werden die typischen Babyfotos nach der Geburt noch gemacht oder sind sie aus Sicherheitsgründen vorerst gestrichen?

Ja, derzeit werden wieder Babyfotos nach der Geburt gemacht.

Wie gehen sie mit noch nervöseren Eltern um? Und wie schützen sie sich?
Schwangerschaft und Geburt sind besondere Erlebnisse im Leben eines Paares. Auch in der aktuellen Situation ist es uns daher ein besonderes Anliegen, dass die Geburt sorgenfrei und von Ärzten, Hebammen und Pflegenden gut umsorgt erlebt werden kann. Wir machen werdenden Eltern Mut, sich von den derzeitigen Ereignissen nicht zu sehr verunsichern zu lassen und zuversichtlich auf den Moment hinzuarbeiten, in dem sie das neue Leben das erste Mal im Arm halten.
Die umfassende Versorgung der Schwangeren, Mütter und Kinder ist zu jeder Zeit sichergestellt.
Für Patienten und Mitarbeiter gilt die penible Einhaltung der bekannten Hygieneregeln.

Können sich Schwangere im Marien Hospital Herne gegen Covid-19 impfen lassen?

Wir bieten keine Impfungen für Patienten an. Wer sich impfen lassen möchte, sollte dies mit dem behandelnden niedergelassenen Gynäkologen besprechen.

Beeinflusst die Covid-19-Impfung stillende Mütter?
Bisher gibt es keine Hinweise auf negative Effekte einer Covid-19-Impfung bei einer stillenden Mutter. Bekannt ist, dass sich die Antikörper von der Mutter, die nach einer Impfung gebildet werden, auf das Baby übertragen. Es gibt jedoch keine Daten darüber wie hoch der Schutz für das Baby ist.

Wirkt sich die Impfung negativ auf die Fruchtbarkeit aus?
Derzeit gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Fruchtbarkeit negativ beeinflusst wird.

Gibt es eine Wartezeit, wie lange nach einer Impfung mit einer Schwangerschaft gewartet werden sollte?
Nein, eine Empfehlung für eine Wartezeit gibt es bei diesen Impfstoffen nicht, weil es sich um sogenannte Totimpfstoffe handelt. Es sind Viren, die nicht mehr vermehrungsfähig bzw. – bei den mRNA-Impfstoffen – Baupläne für Virusprotein sind.

Hier gelangen Sie zur Website der Geburtshilfe des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum

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