Zu den Inhalten springen
St. Elisabeth Gruppe
St. Elisabeth Gruppe
HomeHome
News

18.01.2021

Mit der Impfung zu mehr Normalität? – Warum eine Pflegekraft des St. Anna Hospital sich gegen das Coronavirus impfen ließ

„Ich möchte endlich in ein normales Leben zurückkehren können“, sagt Kathrin Kailuweit wenn sie gefragt wird, warum sie sich für eine Impfung gegen das Coronavirus entschieden hat. Ein normales Leben ohne Lockdown, ohne Angst vor einer Krankheit oder vor dem Beatmungsgerät. „Ohne Antikörper – ob durch die Impfung oder durch einen Krankheitsverlauf – wird es kaum gehen“, ergänzt sie. Auch in der Familie hatte sie bereits mit einem Corona-Fall zu tun. „Was ich da erlebt habe, möchte ich nicht noch einmal durchmachen“, erzählt die Hernerin.

Eigentlich arbeitet die 37-Jährige in der Anästhesie des St. Anna Hospital Herne. Sie und ihre Kollegen springen jedoch auf den Intensivstationen der St. Elisabeth Gruppe ein, wenn dort Personal gebraucht wird. Als sie das Angebot erhielt, sich als eine der ersten Pflegekräfte des St. Anna Hospital impfen zu lassen, zögerte sie nicht. Auch wenn sie zuvor Bedenken hatte: „Zuerst habe ich mich schon gewundert, dass der Impfstoff so schnell entwickelt werden konnte. Und auch die Informationen, die durch die Medien gegeistert sind, haben mich anfangs dazu gebracht, die Impfung zu hinterfragen.“ Sie nahm sich jedoch die Zeit, um sich mit dem Impfstoff auseinander zu setzen. Auf den Seiten des Robert Koch- und des Paul-Ehrlich-Institutes informierte sie sich über die Impfung und die Entwicklung des Mittels und überzeugte sich durch ihre Recherche davon, dass von dem Impfstoff keine Gefahr ausgeht.

Schutz für Familie, Kollegen, Patienten und sich selber

„Nachdem ich mich informiert hatte, überwog für mich wie bei allen anderen Impfungen auch der Schutzgedanke“, sagt Kathrin Kailuweit. „Der Impfstoff bietet mir die Möglichkeit, mich selbst, meine Patienten und auch meine Familie zu schützen.“ Denn jeden Tag hat sie unzählige Kontakte – ob auf der Arbeit oder beim Weg in den Supermarkt.

In der Anästhesie hat sie täglich mit vielen unterschiedlichen Patienten zu tun. Dazu gehören beispielsweise Patienten mit Frakturen oder anderen akuten Beschwerden, die auch mit einer Corona-Infektion behandelt werden müssen. Andere sind häufig geschwächt und haben daher ein erhöhtes Risiko, sich zu infizieren und einen schweren Verlauf der Krankheit zu erleiden. „Oft können sie aufgrund der bevorstehenden Behandlungen auch keine Maske tragen. Beispielsweise wenn sie in- oder extubiert werden müssen“, erklärt die Hernerin. Über sich und ihre Kollegen sagt sie: „In den vergangenen Monaten der Pandemie haben wir gezeigt: Wir sind stark. Wir meistern die Herausforderungen der Corona Krise gemeinsam und geben jeden Tag das Beste zum Wohle unserer Patienten. Auch wenn wir dafür eigene Sorgen zu diesem neuartigen Virus überwinden mussten.“ In Hinblick auf den Impfbeginn sieht sie eine neue Dimension ihrer bisherigen Leistung: „Mit der Corona-Impfung sind wir jetzt noch stärker als bisher. Nun haben wir endlich ein neues Instrument, um uns dieser Krankheit – mit all den Sorgen und Ängsten die sie mit sich bringt – gegenüberzustellen. Und ich bin sehr froh über jeden, der die Chance der Impfung nutzt und uns hilft den Kampf gegen dieses Virus effektiv zu gewinnen. Dank der Impfung kann ich mich und meine Kollegen nun in jeder Arbeitssituation noch besser schützen. Und damit fühle ich mich gut – und gestärkt.“

Ein gutes Gefühl nach der Impfung

Seit sie Impfung erhalten hat, fühlt Kathrin Kailuweit sich körperlich noch genauso wie vorher. Sie spürt jedoch deutlich das gestiegene Interesse der Kollegen, die noch nicht geimpft wurden oder sogar Bedenken gegenüber der Impfung haben. Die Fragen drehen sich vor allem um die Nebenwirkungen. „Wir scherzen immer ein bisschen über die vermeintlich schlimmen Nebenwirkungen, aber abgesehen von leichten Kopfschmerzen hat niemand von den Geimpften irgendwelche Symptome“, erklärt sie. Als eine der ersten, die den Impfstoff erhalten haben, will sie den Kollegen zeigen, dass die Impfung nicht gefährlich ist – und freut sich, dass sie so bereits die ersten Zweifler überzeugen konnte.

Gesprächspartnerin für Kollegen

Allen, die der Impfung mit Bedenken gegenüberstehen, bietet Kathrin Kailuweit an, sich mit ihr oder anderen Kollegen, die bereits geimpft wurden, auszutauschen. „Wir sind das beste Beispiel dafür, dass von der Impfung keine Gefahr ausgeht.“

< Zurück zur Übersicht
© St. Elisabeth Gruppe | Impressum | . Datenschutz.