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16.09.2020

Marien Hospital Witten – Mario Götze spendet für Frühchen auf der Intensivstation

Nina Tabandite, stellvertretende Stationsleitung der Station 2, und Dr. Bahman Gharavi, Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik des Marien Hospital Witten (r.), freuten sich über die Spende von Fußballprofi Mario Götze.

Kommt ein Baby zu früh auf die Welt, benötigt es viel unmittelbaren Körperkontakt zu seinen Eltern. Hier kommt das sogenannte Känguruhen zum Einsatz. Dabei wird das Kind über einen längeren Zeitraum unbekleidet auf die nackte Brust seiner Mutter oder seines Vaters gelegt. Eine spezielle Jacke, die sowohl den Elternteil als auch das Kind umschließt, kann dabei helfen, das Frühgeborene vor Wärmeverlust zu schützen. 20 dieser Jacken spenden nun Fußballprofi Mario Götze und Ehefrau Ann-Kathrin an die Kinderintensivstation des Marien Hospital Witten. Schon seit Jahren engagieren sich der Fußball-Weltmeister von 2014 und seine Ehefrau für das Wohl von Kindern auf der ganzen Welt. Wie wichtig das Känguruhen für die Entwicklung von Frühchen ist, wissen die frischgebackene Eltern aus eigener Erfahrung.

"Wir freuen uns sehr über die Spende und möchten uns dafür herzlich bei Familie Götze bedanken. Die Jacken können wir auf unserer Kinderintensivstation sehr gut gebrauchen", erzählt Dr. Bahman Gharavi, Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik des Marien Hospital Witten. Besagte Jacken wurden speziell für die Methode des Känguruhens entwickelt - 20 davon spendet das Paar an die Klinik. Beim Känguruhen liegen die kleinen Frühchen in den Wochen nach ihrer Geburt über mehrere Stunden eng an Mutter oder Vater gekuschelt auf deren Brust, ähnlich wie Känguru-Junge im Beutel ihrer Mutter. Diese körperliche Nähe ist entscheidend für die Entwicklung von Frühgeborenen und trägt dazu bei, die Atmung des Kindes zu normalisieren und die Bindung zu den Eltern zu stärken. Sie steigert sogar die Überlebenschancen der Kinder. Die Jacke hilft dabei, dass das frühgeborene Baby sicher und gut vor Wärmeverlust geschützt auf der Brust seines Elternteiles liegen kann. Auch den Eltern spendet sie Wärme und sorgt dafür, dass sich diese während dieser intimen Zeit mit ihrem neuen Familienmitglied in der ungewohnten Umgebung der Klinik wohl fühlen.

Für Fußballprofi Mario Götze, dessen erster Sohn Rome Anfang Juni im Marien Hospital Witten geboren wurde, war die Spende eine Herzensangelegenheit. Bereits seit Jahren engagiert er sich für das Wohl von Kindern in aller Welt und wurde dafür erst vor Kurzem mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. "Viele Kinder auf der ganzen Welt haben - anders als ich in meiner Kindheit - keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung oder Sport. Daher ist es ist mir sehr wichtig, etwas zurückzugeben", so der frischgebackene Vater. "Durch unsere eigenen Erfahrungen nach der Geburt unseres Sohnes, der als Frühchen auf die Welt kam, ist uns das Thema sehr ans Herz gewachsen. Frühgeborene Kinder brauchen größtmögliche Unterstützung bei ihrem Start ins Leben. Die Jacken können dazu beitragen, dass dieser Start bestmöglich gelingt."

Im Marien Hospital Witten bildet die Kinder- und Jugendklinik gemeinsam mit der Geburtshilfe das Perinatalzentrum Level 1. "Hier versorgen wir gemeinsam unter anderem Frühgeborene und Risikoschwangerschaften", erklärt Dr. Gharavi. Ein wichtiger Bestandteil des Perinatalzentrums ist die Frühgeborenen-Intensivstation. "Sie ist speziell auf die Bedürfnisse von extremen Frühgeborenen ausgerichtet und bietet eine optimale intensivmedizinische Betreuung."

Bildunterschrift: Nina Tabandite, stellvertretende Stationsleitung der Station 2, und Dr. Bahman Gharavi, Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik des Marien Hospital Witten (r.), freuten sich über die Spende von Fußballprofi Mario Götze.

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