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Mein unverzichtbares Arbeitsutensil - das EKG

"Eine einfache Untersuchungsmethode, aber sehr aussagekräftig" - mit diesen Worten beschreibt Marlene Kaiser, stellvertretende Stationsleitung der kardiologischen Station 6 im Marien Hospital Herne - Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum ihr unverzichtbares Arbeitsutensil: das sogenannte Elektrokardiogramm. Mit dem Elektrokardiogramm, kurz EKG, wird über mehrere Elektroden die elektrische Aktivität des Herzens gemessen. Anhand der Ergebnisse können Herzrhythmusstörungen oder Herzinfarkte erkannt werden.

An die ersten Erfahrungen mit einem EKG-Gerät kann sich Marlene Kaiser noch gut erinnern. "Während meiner Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Marien Hospital Herne habe ich zum ersten Mal während einer Übungssituation mit einem EKG-Gerät gearbeitet. Die Praxisanleitung hat mir damals genau erklärt, wie die Untersuchung abläuft und wie man sie durchführt". Mit ein bisschen Übung hat es dann auch schnell alleine geklappt. Heute führt die 27-Jährige oftmals mehrere Untersuchungen pro Tag durch - in Notfällen oder als Routine-Untersuchung.

EKG-Untersuchung – Nicht-invasiv und ohne Nebenwirkungen

Eine EKG-Untersuchung dauert auf der kardiologischen Station 6 im Marien Hospital Herne ca. zwei bis drei Minuten. Bereits nach dieser kurzen Zeitspanne können anhand der Untersuchungsergebnisse z. B. ein akuter Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen bei einem Patienten diagnostiziert werden. "Im Gegensatz zu vielen anderen medizinischen Untersuchungen ist ein EKG nicht-invasiv und kann somit leicht und flexibel durchgeführt werden", so die stellvertretende Stationsleitung. Zudem treten keine Nebenwirkungen durch die Untersuchung auf.

EKG im Einsatz

Auf der Station 6 werden hauptsächlich Ruhe-EKGs geschrieben. Dazu steht Marlene Kaiser und den anderen Stationsmitarbeitern ein mobiles EKG-Gerät zur Verfügung, das in jedes Zimmer gefahren werden kann. "Bei einem Ruhe-EKG ist es zunächst einmal wichtig, dass sich der Patient entspannt und zur Ruhe kommt. Das ist am besten im Liegen möglich", erklärt die examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Bevor die Messung beginnt, müssen die Daten des Patienten wie z. B. das Alter im System eingetragen werden.

Damit die Messung gelingt, bringt die stellvertretende Stationsleitung insgesamt 10 Elektroden auf dem Körper des Patienten an.

Dann wird die Messung vorbereitet: Dazu klebt Marlene Kaiser insgesamt zehn Elektroden auf den Körper des Patienten, sechs davon im Brustbereich und jeweils zwei auf die Extremitäten, also die Arme und Beine. Zwischen Haut und Elektrode wird außerdem ein Kontaktspray gesprüht, das die Leitfähigkeit erhöht und die Messung der elektrischen Aktivität verbessert. "Wo die Elektroden angebracht werden, hat man schnell raus", so Marlene Kaiser. Dann kann die Untersuchung beginnen, rund zwei bis drei Minuten wird die elektrische Herzaktivität des Patienten über die Elektroden gemessen. "Sobald die Untersuchung abgeschlossen ist, werden die Ergebnisse umgehend ausgedruckt und einem Arzt vorgelegt, der eine Diagnose stellt."

Sobald die Untersuchung abgeschlossen ist, werden die Ergebnisse sofort ausgedruckt und einem Arzt vorgelegt, der eine Diagnose stellt.

Schnelle Diagnose – Notfälle rechtzeitig erkennen

Anhand der Auswertung der typischen EKG-Kurven kann der behandelnde Arzt schnell eine Aussage über die Aktivität des Herzens treffen. "An der Arbeit auf einer kardiologischen Station finde ich die Abwechslung besonders spannend. Im Arbeitsalltag werden wir mit akuten Notfällen konfrontiert und müssen dann schnell reagieren. Dabei spielt auch das EKG eine unverzichtbare Rolle. Auf der anderen Seite unterstützen wir aber auch Patienten bei der Genesung nach schweren Herz-OPs durch Beratung und Anleitung", so Marlene Kaiser.

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