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Berufseinblicke Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

Die Kleinsten im Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit – Mit Pflege etwas bewegen!

"Es ist schön, die Entwicklung der Kinder zu sehen, ihre Fortschritte zu beobachten und sie und die Eltern in dieser oft nicht leichten Zeit zu unterstützen."
Andreas Fuest, stellvertretende Stationsleitung

Auf der Frühgeborenen- und Kinderintensivstation des Marien Hospital Witten werden die meisten Patienten als Notfälle aufgenommen, sei es nach einer Frühgeburt, nach Unfällen, bei schweren Infektionen oder bei Störungen der Atmung, des Kreislaufs oder des Stoffwechsels. Neben der intensiv-medizinischen Versorgung benötigen die kleinen Patienten viel Ruhe, Schlaf und ganz viel Liebe, Zuneigung und Geborgenheit. Das Team der Frühgeborenen- und Kinderintensivstation steht mit viel Empathie den kleinen Pa­tien­ten und deren Eltern zur Seite.

Versorgung der Kleinsten

Im Rahmen der Versorgung spielt das Beobachten der kleinen Patienten eine zentrale Rolle. Geachtet wird auf Atmung, Bauch und Haut. Während der Bauch u.a. wegen des Entzündungs- und Perforationsrisikos eines unreifen Darms im Fokus steht, gilt es bei der Haut zu verhindern, dass über diese Infektionen in das Neugeborene gelangen. Ebenfalls muss geschaut werden, ob die Monitorwerte richtig eingestellt sind. Es erfolgt dann das Ablesen der Vitalwerte, die in die Kurve eingetragen werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Sauerstoffsättigung, die überprüft wird und gegebenenfalls eine Anpassung der Beatmungseinstellung erfordert.

"Unsere wichtigste Arbeit ist die umfassende Versorgung der Kleinsten. Dazu gehört auch der Erfahrungsaustausch untereinander. Wir sind ein sehr breit aufgestelltes Team mit vielen jungen, aber auch älteren Kollegen. Hinzu kommt, dass das Behandlungsspektrum sehr vielfältig ist. Durch das Fachwissen und die Expertise des gesamten Teams können wir jüngere Mitarbeiter unterstützen, ihre Kompetenzen in der Intensivpflege zu erweitern. Unser Anliegen als gesamtes Team sind gesunde Patienten und glückliche Eltern. Bei dieser Aufgabe unterstützen wir uns gegenseitig, wo es nur geht", erzählt Andreas Fuest, stellvertretende Stationsleitung der Kinderintensivstation.

Immer zur Stelle

Wenn der Monitor eines ihrer kleinen Patienten Alarm schlägt, geht Manuela Hagedorn sofort in dessen Zimmer, um die Einstellungen zu überprüfen und neu auf die Bedürfnisse des Kindes einzustellen. Seit 13 Jahren arbeitet sie auf der Kinderintensivstation des Marien Hospital Witten. Auch ihre Ausbildung hat sie hier im Krankenhaus absolviert. "Ich wollte schon seit meinem 5. Lebensjahr Kinderkrankenpflegerin werden. Wenn man gerne mit Kindern arbeiten möchte, ist die Kinderintensivstation ein sehr vielseitiger Arbeitsplatz, an dem man eine Menge lernen kann: Wir betreuen Kinder verschiedener Altersstufen von Neugeborenen über Kleinkinder bis hin zu Jugendlichen mit ganz unterschiedlichen Krankheitsbildern", erzählt die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, die auch die Fachweiterbildung Pädiatrische Intensivpflege und Anästhesie gemacht hat.

"Ich bin froh, dass ich hier die Chance hatte, die Weiterbildung zu machen. Sie hat mir persönlich sehr viel gebracht, denn so ist man noch umfangreicher informiert und geschult im Umgang mit Frühgeborenen."

Am besten an ihrer Arbeit gefällt Manuela Hagedorn die enge Zusammenarbeit mit den Eltern: "Man feiert jedes Ereignis zusammen und erlebt viele erste Momente gemeinsam, zum Beispiel, das Kind zum ersten Mal zu baden oder ihm einen Body anzuziehen." Als fachweitergebildete Kinderkrankenpflegerin ist sie zudem Teil des "bunten Kreises". Hier besucht sie extrem frühgeborene Kinder im Rahmen der Nachsorge zu Hause, um ihnen und ihren Eltern den Übergang in den Alltag nach dem Krankenhausaufenthalt zu erleichtern.

Austausch im Team

Drei mal täglich trifft sich das gesamte Team im Pflegestützpunkt zur Übergabe, bevor es zur anschließenden Einzelübergabe in die Patientenzimmer geht. Jeweils zum Dienstwechsel werden die Aufgaben und Besonderheiten des Tages in gemeinsamer Runde besprochen: Wie viele Patienten befinden sich auf der Station? Wer wird verlegt? Welche Pflegekraft kümmert sich um welche Kinder? Jeden Mittag führt Stationsleitung Heike Köller durch die Übergabe: "Die Besprechungen sind sehr hilfreich, denn so kommt das gesamte Team einmal zusammen und wir können uns alle gegenseitig über den neuesten Stand der Dinge informieren. Diese Zeit dient auch dem Erfahrungsaustausch: Dann können beispielsweise pflegerische Fragestellungen besprochen werden."

Hand in Hand für die optimale Pflege

"Das Tolle an diesem Beruf ist, dass nichts bleibt wie es ist. Der Zustand der kleinen Patienten ändert sich täglich. Unsere Aufgabe ist es vom ersten Tag bis zur Entlassung den kleinen Kämpfern die bestmögliche Versorgung zu bieten", erzählt Lisa Urbanczyk, die im August 2017 ihre Ausbildung abgeschlossen hat und nun die Fachweiterbildung Pädiatrische Intensivpflege und Anästhesie anstrebt. Umso wichtiger ist neben der Übergabe im Team die Einzelübergabe. Jede Pflegekraft ist während der Schicht für einzelne Kinder verantwortlich. Die Pflegekräfte der Nachtschicht übergeben ihre Kinder einzeln der Kollegin oder dem Kollegen der Frühschicht. Hier wird besprochen, ob es Besonderheiten gab, die zu berücksichtigen sind. So kann beispielsweise die Medikation verändert worden sein. "Wir sind ein eingespieltes Team und arbeiten Hand in Hand", ergänzt die Kinderkrankenpflegerin zufrieden.

Die Pflegekräfte sind während der Zeit, die das Kind auf der Kinderintensivstation verbringt, in einem engen Kontakt mit den Kleinsten und deren Eltern, die von Beginn an in die Versorgung des Kindes miteingebunden werden. "Die entwicklungsfördernde Pflege unserer kleinen Patienten sowie die enge Zusammenarbeit liegt uns besonders am Herzen. Mit zarten Berührungen bauen die Eltern den Kontakt mit dem Kind auf. Wir unterstützen sie dabei. Die Berührungen geben den Kindern und den Eltern ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Es ist schön, die Eltern zu motivieren und zu sehen, wie diese mit der Zeit immer mehr Aufgaben eigenständig übernehmen, wie zum Beispiel das Wickeln, das Messen der Körpertemperatur und später auch das Waschen und Baden", berichtet Melissa Koke, die ihre Ausbildung hier im Krankenhaus gemacht hat und seit Oktober 2017 auf der Station arbeitet.

Sicherheit für einen guten Start

Frauke Bruns ist Praxisanleiterin auf der Kinderintensivstation. Sie arbeitet neue Mitarbeiter in die verschiedenen Aufgaben ein und vermittelt ihnen das notwendige Hintergrundwissen. So auch zum Beispiel zur Vorbereitung der Medikamente, die bis zu dreimal täglich auf der Station erfolgt. Die Einarbeitungszeit beträgt sechs Monate - danach finden in unregelmäßigen Abständen weitere Anleitungen zu spezifischen Situationen statt, die einer gezielten Einarbeitung bedürfen.

"Ich bin davon überzeugt, dass gute zukünftige Kollegen zunächst auch eine gute Anleitung brauchen - die möchte ich ihnen geben. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wichtig es mir in meiner Anfangszeit war, einen festen Ansprechpartner zu haben, an den man sich jederzeit wenden kann", erzählt Frauke Bruns, die seit 2011 auf der Kinderintensivstation arbeitet. Maren Niederreichholz, die erst seit Kurzem Teil des Teams ist, stimmt zu: "Gerade auf einer Intensivstation hat man großen Respekt, wenn man neu ist. Zu wissen, dass man einen festen Ansprechpartner hat, gibt einem Sicherheit!"

Wenn es richtig schnell gehen muss...

"Eine Fahrt mit dem Babynotarztwagen ist immer aufregend, denn man weiß nie zu 100%, was einen erwartet", erzählt Maren Niedereichholz.

Der Wagen kommt immer dann zum Einsatz, wenn es richtig schnell gehen muss oder ein Frühchen sicher zu den Experten des Perinatalzentrums in das Marien Hospital Witten verlegt werden soll. "Die Herausforderung besteht in der sachten Umlagerung des Kindes in den Transportinkubator. Zudem muss sichergestellt werden, dass der Zustand des kleinen Patienten für die Fahrt stabil ist", ergänzt Kollege Andreas Fuest.

Je ein Fahrer, ein Arzt und eine Pflegekraft bilden das Team an Bord des Notarztwagens. Wenn es sich einmal nicht um einen Notfall handelt und der kleine Patient lediglich transportiert werden muss, haben auch junge, neue Pflegekräfte wie Maren Niedereichholz die Gelegenheit, mitzufahren. "Es ist toll, Erfahrungen im Rettungswagen sammeln zu dürfen. Hier ist es vor allem wichtig, die Ruhe zu bewahren und den Überblick behalten zu können", so die Kinderkrankenschwester.

Die Einsätze mit dem Babynotarztwagen sind ein gutes Beispiel dafür, was sie an der Arbeit auf der Kinderintensivstation so toll findet: "Jeder Tag hier bringt etwas anderes. Das kann man schlecht beschreiben - das muss man erlebt haben!"

Wenn Sie Interesse haben gemeinsam mit einem starkem Team unsere Patienten bestmöglich zu versorgen, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Die Stellenausschreibung und die Möglichkeit der Online-Bewerbung finden Sie hier.

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