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Berufseinblicke Geriatrische Pflege

Experten auf Augenhöhe - Pflege in der Altersmedizin

"Ich weiß aus dem Kopf heraus, was meine Patienten brauchen – welche medizinische Versorgung sie benötigen, aber zum Beispiel auch, ob sie lieber Kaffee oder Tee trinken. Das ist besonders bei älteren Patienten wichtig, um Ihnen den Aufenthalt im Krankenhaus angenehm zu gestalten und ihre optimale Genesung zu ermöglichen. Denn ein junger Mensch kann in der Regel  selbst für seine Bedürfnisse sorgen, alte Menschen können das oft nicht."
Johanna Sanglhuber, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Station 7, Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum

In der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum stehen die Bedürfnisse älterer Patienten im Vordergrund, die häufig von mehreren Erkrankungen gleichzeitig betroffen sind.

Da die Patienten im Durchschnitt einen längeren Aufenthalt haben, als auf den meisten anderen Stationen, bauen die Pflegekräfte einen engen Kontakt zu ihnen auf. Auch die Grundpflege gestaltet sich hier aufgrund der körperlichen Einschränkungen der älteren Patienten intensiver und bietet viel Zeit für Gespräche. "Gerade in der Pflege von Patienten fortgeschrittenen Alters ist es wichtig, sie gut zu kennen – die medizinische Vorgeschichte, ihre Lebensumstände aber auch beispielsweise ihre Vorlieben – um sie optimal versorgen zu können", berichtet Gesundheits- und Krankenpflegerin Johanna Sanglhuber von der Station 7. "Dabei helfen die regelmäßigen Gespräche mit ihnen und ihren Angehörigen."

Das Ziel der Frührehabilitation ist es, die Patienten nach einem Krankheitsfall wieder fit für das Leben in den eigenen vier Wänden zu machen. An diesem Ziel arbeiten Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte gemeinsam in enger Abstimmung.

Teamarbeit

Damit das gesamte Team immer auf dem aktuellen Stand ist, findet jeden Morgen eine kurze Frühbesprechung statt. Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte kommen hier zusammen und tauschen sich aus. "Da die Pflegekräfte in der Regel die meiste Zeit mit den Patienten verbringen, legen wir großen Wert darauf, dass sie den Ärzten und Therapeuten zu Beginn des Tages einen allgemeinen Überblick über den Zustand des Patienten geben", erzählt Prof. Dr. Rainer Wirth, Direktor der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation, zur der die Stationen 7 und 8 im Marien Hospital Herne gehören.

Gute Kommunikation

Nach der Frühbesprechung führen die Ärzte dann die Visite durch. "Das ist für uns von großem Vorteil, da das Begleiten der Visite ein sehr großer zeitlicher Aufwand wäre", so Johanna Sanglhuber. Das Ergebnis des Rundgangs sieht die Gesundheits- und Krankenpflegerin dann in der ärztlichen Anordnung, die sie anschließend ausarbeitet. Auch hier kommt es immer wieder zu einem Austausch zwischen der Pflege und den Ärzten: "Manchmal habe ich eine Anmerkung zu der Anordnung. Dann suche ich das Gespräch mit dem betreffenden Arzt und wir schauen uns das Ganze noch einmal gemeinsam an."

Hand in Hand für die optimale Pflege

Die Wundversorgung bei älteren Patienten gestaltet sich oft anspruchsvoll. "In der geriatrischen Pflege haben die Pflegekräfte es häufig mit offenen Wunden zu tun, die sich nicht von selbst wieder verschließen. Sie nutzen dann ihre Expertise, um die richtigen Heilungsvoraussetzungen zu schaffen, damit das Gewebe wieder nachwachsen kann. So wählen sie beispielsweise die korrekte Wundauflage und sorgen für das ideale Wundmilieu", erzählt Prof. Wirth. "Dabei kann es auch vorkommen, dass wir Ärzte hinzugerufen werden, damit wir über den Heilungsfortschritt informiert sind und gegebenfalls die Behandlung anpassen können."

Gemeinsam Erfolge feiern

Auch für Christiane Seegers ist der regelmäßige Austausch mit den Ärzten ein wichtiger Aspekt guter Pflege. "Das Ziel unserer Frühreha ist es ja, den Patienten wieder fit zu machen, damit er nach der Entlassung wieder selbstständiger ist. Dabei erzielen wir gemeinsam mit den Patienten während ihres Aufenthaltes oft tolle Erfolge, zum Beispiel wenn sie es schaffen, wieder alleine aufzustehen oder mit dem Rollator zu gehen. Auch in dieser Situation hole ich öfters den Arzt dazu, damit dieser sich auch ein Bild von den Fortschritten des Patienten machen kann."

Unkomplizierter Austausch

"Generell ist die Kommunikation zwischen den Ärzten und der Pflege sehr gut", stellt Christiane Seegers fest, die bereits seit 15 Jahren in der altersmedizinischen Abteilung tätig ist. "Wir kommunizieren hier stets auf Augenhöhe miteinander. So ist ein unkomplizierter gemeinsamer Austausch bei zahlreichen Begegnungen am Tag möglich, beispielsweise auf dem Flur am Visitenwagen, wenn es nötig ist."

Dankbarkeit ist der schönste Lohn

"Ich mag meine Arbeit sehr, denn hier erlebe ich stets viele schöne Momente. So ist es zum Beispiel toll zu sehen, wenn ein Patient, der mit einem Schenkelhalsbruch zu uns kam, am Ende seines Aufenthaltes wieder gehen kann", erzählt Christiane Seegers. Dass auch die Patienten diese Erfolge sehr schätzen, zeigen die vielen Dankeskarten an der Pinnwand im Stationszimmer.

Haben auch Sie Lust, gemeinsam mit einem starken Team unsere älteren Patienten zu versorgen, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Die Stellenausschreibung und die Möglichkeit der Online-Bewerbung finden Sie hier.

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