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Karriere & Bildung

Praxis und Theorie – Von der Pflegedienstleitung in die Pflegeschule

Eine ehemalige Mitarbeiterin der Pflegedienstleitung als Lehrerin – für die Auszubildenden der Pflegeschule der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr gehört das zum Alltag. Seit März 2019 ist Nicole Parwolowski Mitglied des pädagogischen Teams der Pflegeschule und ist dabei unter anderem als Kursleitung für einen Kurs der Pflegeassistenten verantwortlich. In den Unterricht lässt sie dabei ihre Erfahrungen aus der Projektarbeit in der Pflegedienstleitung mit einfließen.

Praktische und theoretische Ausbildung

Nach mehreren Jahren Berufserfahrung im Pflegedienst – unter anderem auf einer neurologischen Station und in der ambulanten Kinderkrankenpflege – entschloss sich Nicole Parwolowski, ein Bachelorstudium der Pflegewissenschaften zu absolvieren. Nach ihrem Abschluss trat sie 2017 eine Stelle in der Pflegedienstleitung der St. Elisabeth Gruppe an. Über ihre Entscheidung, parallel zur Arbeit im Nachtdienst ein Studium zu beginnen, sagt sie: „Ich wollte etwas in der Pflege bewegen, neues Wissen für mich und andere erarbeiten und dafür sorgen, dass dieses auch zum Wohle der Patienten umgesetzt wird.“ In der St. Elisabeth Gruppe war sie vor allem für die Umsetzung neuer Pflegestandards – etwa zum Thema Dekubitusprophylaxe oder zur Steigerung der Beweglichkeit bei Patienten – zuständig. In diesem Zusammenhang erarbeitete sie nicht nur neue Abläufe und Maßstäbe, sondern schulte auch die Kolleginnen und Kollegen auf den Stationen in der Umsetzung dieser Erkenntnisse.

Von der Schulung in die Schule

„Neue Erkenntnisse aufzubereiten und dieses Wissen an andere weiterzugeben, macht mir viel Spaß“, erzählt die Pflegewissenschaftlerin. Auch aus diesem Grund entschied sie sich, im Frühjahr 2019 in das Team der Pflegeschule zu wechseln. Zu Beginn eine große Umstellung. „Vor der Klasse zu stehen und zu unterrichten ist doch etwas anderes, als eine Schulung für examinierte Pflegekräfte zu geben“, gibt Parwolowski zu. „Häufig haben die Auszubildenden sehr spezifische Fragen, die man nicht immer ohne Weiteres beantworten kann. In diesen Fällen lese ich mich noch einmal in das Thema ein und gebe den Schülern in der nächsten Unterrichtseinheit eine ausführliche Antwort“, erklärt sie.

In die Erstellung des Unterrichtsmaterials investiert Nicole Parwolowski viel Arbeit

Pflegewissenschaftliches Arbeiten im Unterricht

Parallelen zwischen der Arbeit in der Pflegedienstleitung und der Lehrtätigkeit sieht Nicole Parwolowski dennoch. „Wenn ich eine Lerneinheit vorbereite, mache ich das so, wie ich mich früher auf Projekte vorbereitet habe“, erklärt sie. Der Spaß am Lernen soll für die Schüler im Vordergrund stehen – denn dieser hilft dabei, das neue Wissen zu erlernen und auch zu verinnerlichen. Ihr pflegewissenschaftlicher Hintergrund hilft ihr dabei häufig: „Ich bin immer an neuen Entwicklungen und Erkenntnissen interessiert und lasse diese in den Unterricht mit einfließen. So lernen die Schüler auch neue Konzepte kennen, die noch gar nicht in den Lehrbüchern enthalten sind“, erklärt Parwolowski. Gerade die praktischen Lehreinheiten – beispielsweise zum Thema Injektionen – weisen Ähnlichkeiten zu den Schulungen auf den Stationen auf. Bei der Gestaltung der Lehrmaterialien genießt Nicole Parwolowski die Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Enge Zusammenarbeit im Team

An der Arbeit in der Pflegeschule schätzt sie vor allem das Arbeiten mit den Schülern und ihren Kollegen aus dem pädagogischen Team. „Es gibt hier eine enge Zusammenarbeit, manchmal teilen wir Lehreinheiten mit Kollegen auf oder wir bereiten ein Thema gemeinsam vor.“ Auch bei der Planung der neuen generalistischen Pflegeausbildung unterstützt sie ihre Kollegen – die konkrete Umsetzung der Vorgaben erfolgt vor Ort in kleinen Teams. „Die Ausgestaltung der Maßgaben liegt im Verantwortungsbereich der Pflegeschulen. So werden einzelne Unterrichtseinheiten in kleinen Gruppen erarbeitet und gestaltet. Danach werden sie dann im großen Team diskutiert und verabschiedet“, erzählt sie. 

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