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Ueberschrift:

Einblicke in die Weiterbildung zur Atmungstherapeutin

Was macht eigentlich… eine Atmungstherapeutin?

Seit fast 10 Jahren ist die Intensivstation des Marien Hospital Herne der Arbeitsort von Claudia Psyk. Die 34-Jährige ist nicht nur Gesundheits- und Krankenpflegerin, sondern auch fachweitergebildete Pflegekraft für Intensivmedizin und Anästhesie sowie Atmungstherapeutin. Sie gibt Einblick in ein abwechslungsreiches Aufgabengebiet.

Die Arbeit auf einer Intensivstation im Krankenhaus ist anspruchsvoll: Hier behandelte Patienten benötigen von Pflegekräften, Therapeuten und Ärzten besondere Aufmerksamkeit und Expertise. Neben Patienten, die eine schwere Operation hinter sich haben oder mit schwereren Krankheitsverläufen konfrontiert sind, werden auch akute Notfälle auf der Intensivstation versorgt. „Jeder Tag hier ist anders als der vorherige, damit ist die Arbeit sehr abwechslungsreich“, berichtet Claudia Psyk.

Mit viel Engagement zur Expertin

Als Atmungstherapeutin zählt die Versorgung von Patienten, die beatmet werden müssen oder Unterstützung beim Atmen benötigen, zu ihrem speziellen Aufgabengebiet. „Inhalte zur Beatmung wurden bereits in meiner ersten Weiterbildung im Bereich Intensiv- und Anästhesiepflege thematisiert. Die zweite Weiterbildung zur Atmungstherapeutin gab mir die Möglichkeit, dieses Wissen noch einmal zu vertiefen“, erklärt sie. Diese Weiterbildung hat sie im Frühjahr 2018 erfolgreich abgeschlossen.

Atmungstherapeutin mit vielfältigen Aufgaben

„Da das Marien Hospital Herne u. a. über einen lungenmedizinischen Schwerpunkt verfügt, haben wir viele Patienten mit Atemwegserkrankungen.“ Zu den Aufgaben von Claudia Psyk zählt das Wechseln und Überwachen von Trachealkanülen, die nach einem Luftröhrenschnitt zum Einsatz kommen, und die Auswahl der Beatmungsmasken für eine künstliche Beatmung. Aber auch die Entwöhnung vom Beatmungsgerät, das sogenannte Weaning, ist von großer Bedeutung. „Wurde ein Patient über einen gewissen Zeitraum künstlich beatmet, muss der Körper wieder an das eigenständige Atmen gewöhnt werden“, erläutert die Expertin. Dies erfordert ein schrittweises und geduldiges Vorgehen sowie eine enge Abstimmung mit Ärzten und Therapeuten. Darin liegt auch eine der größten alltäglichen Herausforderungen: „Auf der Intensivstation müssen permanent Prioritäten neu festgelegt werden, dafür ist die enge Abstimmung mit den anderen Fachdisziplinen sehr wichtig, um jedem Patienten gerecht zu werden.“

Medizinische Kompetenz

Durch ihre Weiterbildung hat sich Claudia Psyk nicht nur pflegerisches, sondern auch medizinisches Wissen angeeignet. So darf sie als Atmungstherapeutin beispielsweise selbstständig Bronchoskopien durchführen. Dabei wird ein flexibles Instrument mit einer kleinen Kamera am Ende in die Atemwege eingeführt, um sich ein Bild des Zustands zu machen. „Ich kann Sekretproben nehmen oder z. B. auch Spülungen durchführen, um zähes Sekret zu lösen. Damit reicht mein Tätigkeitsfeld an die Grenzen der ärztlichen Aufgaben heran“, erklärt die 34-Jährige.

Gefragte Expertise

Auch in vielen anderen Bereichen ist die Expertise von Claudia Psyk gefragt. Die Atmungstherapeutin koordiniert beispielsweise Sauerstofftherapien und das Sekretmanagement bei Patienten, um ihnen das Atmen zu erleichtern. Auch Patientenschulungen zählen zu ihren Aufgaben: „Ich bringe Patienten z. B. das richtige Handling von Inhalatoren bei, damit sie sicherer im Umgang werden.“ Zudem koordiniert sie in Zusammenarbeit mit dem Entlassmanagement die Anschlussversorgung von Patienten, die das Krankenhaus verlassen. „Zum einen beraten wir Patienten und Angehörige dazu, was im Alltag beachtet werden muss. Zum anderen klären wir ab, welche Geräte und Materialien für die Versorgung des Patienten individuell zusammengestellt werden sollen.“

Ein Schritt in die richtige Richtung

Rückblickend würde sich Claudia Psyk wieder für ihren Karriereschritt entscheiden: „Die Weiterbildung zur Atmungstherapeutin war der richtige Schritt. Ich gewinne täglich an Erfahrung und das Aufgabenfeld ist wirklich spannend."

 

 

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