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Ueberschrift:

Einblicke in die Weiterbildung Pflege in der Onkologie

Melanie Fliesenberg ist Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Onkologischen Ambulanz der Medizinischen Klinik III – Hämatologie und Onkologie des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum. Hier übernimmt sie nicht nur die medizinisch-pflegerische Betreuung der Patienten während ihrer Chemotherapie, sondern steht ihnen vor allem auch unterstützend und beratend zur Seite. Dabei fungiert sie als Schnittstelle zwischen Patient, Ärzten und begleitenden Angeboten wie beispielsweise der psychoonkologischen Beratung. Von 2008 bis 2010 absolvierte sie die Fachweiterbildung Onkologische Pflege. Sie ist zudem Beauftragte des Qualitätsmanagements, Palliativ Care Nurse und Paxisanleiterin.

Welche Inhalte werden in der Fachweiterbildung gelehrt?
Das in der Fachweiterbildung vermittelte Wissen ist sehr umfangreich und beleuchtet zahlreiche Aspekte der Erkrankung und des Umgangs mit dieser. Beispielsweise spielt der medizinische Aspekt eine große Rolle: Man lernt, wie genau die Chemotherapie wirkt und was die Gabe unterschiedlicher Medikamente im Körper des Patienten bewirkt. Dies ist eine gute Grundlage, um die Beratung optimal auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten abzustimmen. Wenn ich weiß, dass ein bestimmtes Medikament zu Haarausfall führt, kann ich den Patienten bereits schonend darauf vorbereiten. Andersherum kann ich dem Patienten aber auch im Vorfeld Ängste nehmen, wenn dessen Chemotherapie beispielsweise nicht zum Haarverlust führt.

Zudem werden in der Weiterbildung die verschiedenen Krankheitsphasen thematisiert, die der Patient durchläuft. So kann ich feststellen, in welcher Phase sich der Patient momentan befindet und gezielt darauf eingehen. An einem Punkt der Behandlung hadern die Patienten beispielsweise häufig sehr mit der Diagnose. Hier versuche ich sie dann aufzubauen und bei Bedarf auch einen Termin bei einem unserer Psychoonkologen zu organisieren. Zudem schafft die Weiterbildung einen Überblick, welche Möglichkeiten es in der Pflege und der Betreuung der Patienten gibt. Man lernt aber auch, welche Rechte der Patient hat, beispielsweise auf Information und Beratung.

Haben sich durch die Fachweiterbildung Ihr Arbeitsverhalten und Ihre beruflichen Kompetenzen verändert?
Die Fachweiterbildung hat mir neue Impulse gegeben und meinen Horizont erweitert. Durch sie habe ich einen Blick von außen auf meine Arbeit erhalten und gelernt, Prozesse regelmäßig zu hinterfragen. Ich arbeite stets daran, die Abläufe in der Ambulanz zu optimieren und neue Ideen umzusetzen. So gehe ich beispielsweise neuerdings bereits vor Beginn der Chemotherapie auf die unterschiedlichen Stationen, stelle mich den Krebspatienten vor und beantworte ihre Fragen, bevor sie dann zu mir in die Ambulanz kommen.

Um eigene Ideen zu äußern und konsequent umzusetzen, muss man jedoch auch selbstbewusst sein. Die Fachweiterbildung hat mich darin bestärkt, Ideen für Optimierungen einzubringen und diese dann auch umzusetzen. Es hat mit sehr geholfen, dass ich während dieser Zeit beispielsweise Präsentationen vor großen Gruppen halten musste und auch ein Coaching absolviert habe. Auch nach der Teilnahme an der Fachweiterbildung ist es mir wichtig, fachlich immer auf dem neuesten Stand zu bleiben– so bin ich zum Beispiel auch Mitglied in der Deutschen Krebsgesellschaft geworden, besuche Kongresse und lese Fachzeitschriften.

Wie sehen Sie Ihre berufliche Entwicklung?
Krankenschwester zu sein, war immer mein Traumjob und ich fühle mich sehr zufrieden und erfüllt in meinem Beruf. Die Beratung der Krebspatienten liegt mir dabei besonders am Herzen. Deshalb bin ich immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, diese Ebene weiter auszubauen.

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