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Karriere & Bildung

Faszination Physiotherapie - Vom Elektrotechniker zum Physiotherapeuten

Schon als Guido Streichhahn, Physiotherapeut im Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik am Standort St. Anna Hospital, 1988 seine Ausbildung zum Mess- und Regeltechniker auf der Zeche Zollverein begonnen hatte, wusste er, dass er diesen Beruf nicht für immer ausüben möchte. Bei seinen Zivildienst im Franz von Assisi Haus in Herten war er in der sozialen Betreuung tätig und oft anwesend, wenn physiotherapeutische Behandlungen durchgeführt wurden. Hier entwickelte er eine Faszination für den Beruf des Physiotherapeuten und machte eine dreijährige Umschulung.

Der Weg zum Traumberuf
Trotz der Faszination für den Beruf des Physiotherapeuten nahm er nach dem Zivildienst zunächst seinen Beruf als Mess- und Regeltechniker auf der Zeche Niederberg in Neukirchen-Vluyn wieder auf. Insgesamt sieben Jahre lang arbeitete er im Bergbau, allerdings immer über Tage: "Unter Tage wollte ich nie arbeiten, insbesondere aus gesundheitlichen Aspekten. Beim Kohleabbau werden viele Schadstoffe freigesetzt, die die Gesundheit gefährden und sich in mehrfacher Hinsicht negativ auf den Organismus auswirken. Zudem war es absehbar, dass immer mehr Zechen still gelegt werden und das Ende der Kohlebranche nahte. Vor diesem Hintergrund stand für mich fest, dass ich meinem Wunsch, Physiotherapeut zu werden, nachgehen und eine Umschulung machen werde.

Diese Idee ist bei meinem damaligen Personalsachbearbeiter nicht auf großes Verständnis gestoßen", so der 47-Jährige. Doch er ließ sich nicht entmutigen: Nach etwas Geduld und Überzeugungsarbeit konnte Streichhahn 1996 seine dreijährige Umschulung im VDAB Schulungszentrum in Gelsenkirchen starten. Während seiner Ausbildung lernte er - neben theoretischen Kenntnissen - in zahlreichen Praktika unterschiedliche medizinische Fachgebiete und therapeutische Interventionsmöglichkeiten kennen. "Mithilfe von spezifischen Therapie- und Trainingsmethoden kann ich für eine positiv verlaufende Rehabilitation des Patienten sorgen. Wenn der Patient, der oft eine lange Krankengeschichte hinter sich hat, schmerzfrei nach Hause geht mit dem Eindruck, dass es sich gelohnt hat hierhin zu kommen, dann habe ich diesem Patienten geholfen. Dies ist ein sehr gutes Gefühl", erzählt der gebürtige Herner.

Elektrotechnik und Physiotherapie ist kein Widerspruch
Dabei gibt es auch Parallelen zu seinem früheren Beruf. So wie in der Elektrotechnik geht es bei der Physiotherapie um die Prozessoptimierung - allerdings im Körper. "Die Fragen, die wir als Physiotherapeuten stellen müssen, sind: Welche Prozesse können durch die Physiotherapie so gesteuert werden, dass der Patient Schmerzfreiheit erreicht? Wo ist die Ursache für den Schmerz oder die Störung im Bewegungsapparat? Wo gibt es Verknüpfungen und was muss darüber hinaus bei der Behandlung noch berücksichtigt werden, damit die Prozesse im Körper wieder funktionieren?", erklärt der zweifache Familienvater.

Physiotherapie - Ganzheitlicher Ansatz
In der Physiotherapie geht es darum, nicht nur das Symptom zu behandeln, sondern den Menschen in seiner körperlichen Ganzheit zu erfassen. "Schön ist auch, dass ich den Menschen nicht nur helfen kann, ich lerne selbst auch immer wieder etwas durch die Gespräche mit den Patienten. Oft erzählen diese von ihren Erfahrungen. Dadurch bekomme ich neue Sichtweisen auf das Leben. Diese zwischenmenschliche Komponente macht für mich den Beruf des Physiotherapeuten so reizvoll", so Streichhahn. 

Seit 2001 ist Guido Streichhahn im St. Anna Hospital als Physiotherapeut tätig. Das Spektrum ist sehr breit aufgestellt: von orthopädischen und neurochirurgischen, internistischen, neurologischen und pädiatrischen sowie rheumatologischen Erkrankungen bis hin zur therapeutischen Begleitung bei Sportlern im Breiten- oder Leistungssport. "Das Qualitätsniveau ist hier sehr hoch. Davon profitieren sowohl die Patienten als auch wir Mitarbeiter", hält Streichhahn fest.

 

 

 

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