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Freiwilliges Soziales Jahr

Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich der Physiotherapie
Für viele Schüler, die ihren Schulabschluss in der Tasche haben, ist ein Freiwilliges Soziales Jahr eine ideale Möglichkeit sich in einem Beruf auszuprobieren und den eventuell zukünftigen Beruf näher kennenzulernen. Das war auch einer der Gründe für Maryam Hashemnia (l.). "Ich wollte mein FSJ im Bereich der Physiotherapie machen, weil mich das Berufsfeld sehr interessiert und ich unbedingt im medizinischen Bereich arbeiten möchte", erzählt die 18-Jährige.

Erste Berührungspunkte mit der Physiotherapie
Erste Berührungspunkte mit der Physiotherapie erhielt sie über eine Freundin, deren Eltern als Physiotherapeuten arbeiten. Dort hat sie viele interessante Behandlungstechniken gesehen, zum Beispiel das Tapen. Diese Anwendung kommt sowohl bei Muskelverletzungen als auch in der Schmerztherapie zum Einsatz. Das elastische Tape unterstützt die Muskelfunktion und trägt zur Schmerzlinderung bei. Zudem hat sie im Vorfeld ihres FSJ Einblicke im Bereich Aqua-Fitness erhalten. Aqua-Fitness stärkt das Herz-Kreislaufsystem und regt die Muskulatur und Durchblutung an. Insbesondere für Patienten mit Haltungs- oder Muskelschwäche, Durchblutungsstörungen oder rheumatischen Erkrankungen sind schonende Bewegungen im Wasser zu empfehlen. "Auch hier im Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik werden Kurse in diesem Bereich angeboten", berichtet Maryam.

Erwartungen und Voraussetzungen
Von dem FSJ erwartet Maryam einen authentischen Einblick in das Berufsfeld der Physiotherapie. "Vor allem interessiert es mich, wie der Arbeitsalltag aussieht und worauf man in der Planung und Durchführung physiotherapeutischer Maßnahmen und im Umgang mit Patienten achten muss", so Maryam. Welche Voraussetzungen man für den Beruf mitbringen sollte, hat sie uns auch mitgeteilt: "Grundsätzlich sollte man Interesse an dem Berufsfeld haben. Empathie, Offenheit und Motivation sind wichtige Voraussetzungen, um mit dem Patienten die entsprechende Behandlung umzusetzen", empfiehlt sie.

Vielseitige Aufgaben
Zusammen mit anderen FSJlern ist Maryam verantwortlich für Kälteanwendungen. Die Anwendungspalette der Kältetherapie ist groß. Die Kältetherapie kommt nach Operationen, Bänder-, Gelenks- und Muskelverletzungen, verschleißbedingten Gelenks- und Wirbelsäulenerkrankungen oder bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises zum Einsatz. Erkrankungen des Bindegewebes werden ebenfalls mit Kälte behandelt. Nach Sportverletzungen wie Verstauchungen, Prellungen oder Quetschungen werden in der Akutphase kalte Wickel, Kältepackungen oder Kältesprays empfohlen. "Auch Tätigkeiten im Bereich der Wärmetherapie gehören zu unserem Aufgabenbereich. Dazu zählen zum Beispiel die Rotlichttherapie oder Fangoanwendungen", erzählt Maryam, die seit einem halben Jahr als FSJlerin dabei ist.

Warme Fangopackungen wirken u. a. bei Weichteilrheuma sowie chronisch-rheumatischen Erkrankungen, Muskelverspannungen, Osteoporose und Arthrose. Auch bei sportlicher oder beruflicher Überbelastung ist diese Anwendung hilfreich. Zudem fördern sie die Durchblutung, regen den Stoffwechsel an und lindern Schmerzen. Die Fangopackung wird bei etwa 50 Grad Celsius ungefähr zwei Zentimeter dick auf den Körper aufgetragen. Dann wird der Körper in Tücher oder Plastikfolie gewickelt, um die Wärme zu speichern. Die Anwendungsdauer solch einer Behandlung liegt zwischen 20 und 40 Minuten, wobei die Wärme der Fangopackung in das Gewebe eindringen kann und dieses somit langanhaltend und wirkungsvoll erwärmt.

Die Rotlichttherapie gehört zu den therapeutischen Verfahren der Lichttherapie. Die Wärme dringt bis in das Bindegewebe ein, lockert verspannte Muskelpartien und löst verspannungsbedingte Schmerzen. Dieses therapeutische Verfahren kommt zum Beispiel bei Patienten mit Muskelverspannungen oder -verhärtungen, Gelenkschmerzen oder rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz. "Bei dieser Anwendung ist darauf zu achten, dass ein genügender Abstand zwischen der Wärmelampe und der Haut eingehalten wird, da es sonst leicht zu Verbrennungen der bestrahlten Hautpartien kommen kann", berichtet Maryam.

Die Zukunft im Blick
Für Maryam ist das FSJ im Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik ein guter Einstieg ist, um die Anatomie und Physiologie des Körpers kennenzulernen. "Ich plane Medizin zu studieren und später als Ärztin zu arbeiten. Für mein Studium ist es sicherlich hilfreich, dass ich schon mal im medizinischen Bereich gearbeitet habe. Vor allem aber nehme ich für mich wichtige Lebenserfahrungen mit. Als FSJlerin werde ich immer als Teil des Teams gesehen und in die Arbeit mit den Patienten mit einbezogen", hält Maryam zufrieden fest. 

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