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Assistenzarzt Innere Medizin

Zwischen Doktorarbeit und Patientenvisite

Vormittags Visite, Medikamentenkontrolle und Ultraschall – nachmittags Doktorarbeit. So sah Maximilian Hogewegs Alltag in den vergangenen Monaten aus. Er befindet sich in seinem ersten Jahr als Assistenzarzt in der Medizinischen Klinik I des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum. In den nächsten fünf Jahren wird er die Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin durchlaufen und verschiedene internistische Schwerpunkte kennenlernen. Neben der Patientenbehandlung beschäftigt er sich mit der klinischen Forschung im Bereich Bluthochdruck.

Während der Arbeit an seiner Doktorarbeit tauscht sich der Assistenzarzt regelmäßig mit seinem Doktorvater Prof. Dr. Westhoff aus.

Was die Innere Medizin spannend macht

Nach erfolgreich bestandenem vorklinischen Studienabschnitt an der Universität Pécs in Ungarn wechselte Maximilian Hogeweg für den klinischen Teil des Medizinstudiums an die Ruhr-Universität Bochum. Dort besuchte er unter anderem Vorlesungen von Prof. Dr. Timm Westhoff, Direktor der Medizinischen Klinik I – Allgemeine Innere, Nephrologie und Hypertensiologie, Gastroenterologie, Pneumologie des Marien Hospital Herne. „Die Innere Medizin, und vor allem die Frage danach, wie Krankheiten überhaupt entstehen, fand ich schon immer spannend“, merkt der 28-Jährige an. „Dazu kommt, dass Prof. Westhoff Inhalte unglaublich gut vermitteln kann. Das war ein Punkt, der mich dazu inspiriert hat, meinen Berufseinstieg und auch meine Doktorarbeit in der Medizinischen Klinik I zu absolvieren.“

Vor allem reizt den gebürtigen Neusser am Beruf des Internisten, dass dieser jeden Patienten individuell betrachtet: „Die Arbeit in der Inneren Medizin gleicht der Detektivarbeit“, beschreibt er. „Um der Ursache eines Krankheitsbildes auf den Grund zu gehen, bedarf es zunächst einer Priorisierung der jeweiligen Symptome. Daraufhin wird dann ein individuelles Behandlungskonzept entwickelt.“ Auch die Tatsache, dass er gesundheitliche Erfolgserlebnisse der Patienten im stationären Verlauf miterleben kann, motiviert ihn: „Zu sehen, dass es Patienten durch die Behandlungen bessergeht, ist ein schönes Gefühl.“

Assistenzärzte werden in der Medizinischen Klinik I von Anfang an in Untersuchungen einbezogen – wie hier bei der Durchführung eines Ultraschalls.

Facharztausbildung in der Inneren Medizin – Möglichkeiten im Marien Hospital Herne

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell selbst Untersuchungen durchführen würde“, sagt Maximilian Hogeweg über seine ersten sechs Monate als Assistenzarzt, die er zunächst in der Gastroenterologie verbrachte. Schon vor Beginn seines Praktischen Jahres im letzten Studiensemester stand für ihn fest, dass er seine anschließende Facharztausbildung in der Inneren Medizin absolvieren möchte. Das Marien Hospital Herne bietet ihm dabei aufgrund des großen Behandlungsspektrums die Möglichkeit, vielfältige Krankheitsbilder kennenzulernen: „Die Innere Medizin ist ein umfangreiches Gebiet. Das Durchlaufen unterschiedlicher Teilbereiche ist für eine ganzheitliche Ausbildung in diesem Bereich daher sehr wichtig“, betont der Bochumer.

„Als Assistenzarzt rotiere ich hier zwischen den Abteilungen der Nephrologie inklusive der Dialyse sowie der Gastroenterologie und der Pneumologie. Neben der Notaufnahme gehört auch die Intensivstation zum festen Bestandteil der Ausbildungszeit. Zudem besteht die Möglichkeit, Einblicke in weitere Bereiche – wie der Kardiologie, der Onkologie oder auch der Rheumatologie – zu erlangen.“ Dabei werden Assistenzärzte im Marien Hospital Herne von Beginn an in Untersuchungen einbezogen, z. B. bei der Durchführung eines Ultraschalls, dem Legen von Kathetern oder bei Untersuchungen in der Endoskopie – wie beispielsweise einer Magenspiegelung.

Auch die Medikamentenverordnung übernimmt der Assistenzarzt bereits.

Wachsen an Herausforderungen

Die größte Herausforderung in der ersten Zeit als Assistenzarzt ist dabei laut Maximilian Hogeweg die eigene Überwindung, Entscheidungen zu treffen, die eine große Auswirkung haben können: „Anfangs benötigt man selbst bei der Verordnung von Medikamenten eine gewisse Überwindung, an die man sich allerdings rasch gewöhnt. Und auch die Verantwortung gegenüber den Patienten wird schnell zur Routine.“ Für die Arbeit mit den Patienten ist es ebenso notwendig, gut im Team arbeiten zu können: „Man sollte kein Eigenbrötler sein. Dazu zählt zum einen, dass man offen für Behandlungsideen der Kollegen ist und zum anderen, dass man Empathie beim Umgang und der Übermittlung von Diagnosen schwerkranker Menschen zeigt“, erklärt er.

Zusammen mit dem Oberarzt werden bei der Patientenvisite die gesundheitlichen Veränderungen der Patienten aufgenommen und Vitalparameter gemessen.

Verknüpfung von Arztalltag und Forschung

Wer den Alltag als Assistenzarzt und die gleichzeitige Forschung unter einen Hut bekommen möchte, benötigt neben Eigeninitiative vor allem Lust und Spaß daran, sich mit neuen Thematiken und dem aktuellen Forschungsstand auseinanderzusetzen: „Wissenschaftliches Arbeiten ist erst einmal Neuland für Medizinstudenten, da während des Studiums weder Hausarbeiten geschrieben werden, noch regelmäßig mit statistischen Programmen gearbeitet wird. Daher fehlt vielen oft der Mut, eine Promotion abzuschließen oder an wissenschaftlichen Forschungsprojekten mitzuwirken“, sagt der Assistenzarzt. Medizinabsolventen brauchen sich im Marien Hospital Herne dahingehend jedoch keine Sorgen zu machen: „Nicht nur bei den Untersuchungen stehen einem die erfahrenen Ärzte hier zur Seite. Auch während der Forschung im Rahmen meiner Doktorarbeit konnte ich mich bei Fragen jederzeit an Prof. Westhoff und die anderen Kollegen wenden, die ebenfalls an neuen Forschungsergebnissen zur Verbesserung der Patientenbehandlung interessiert sind.“

Drei Jahre lang hat der mittlerweile zweimalig mit einem renommierten Forschungspreis der Deutschen Hochdruckliga ausgezeichnete Arzt neben dem Studium und der Arbeit im Krankenhaus über die Aussagekraft von Bluthochdruckdiagnosen mittels neuer medizinischer Geräte im Rahmen seiner Doktorarbeit und einer Nachfolgestudie geforscht – ein Jahr davon in Kooperation mit dem Herzkatheterlabor des Marien Hospital Witten. Insgesamt waren besonders die Gewinnung der Patienten für die Studie und die statistischen Analysen für ihn eine interessante Abwechslung: „Es war eine wirklich schöne Zeit und neben der wissenschaftlichen Arbeit hat mir auch der umfassende Einblick in die Kardiologie Spaß gemacht.“

Im Rahmen seiner Studie zum Thema Bluthochdruckmessung arbeitete Maximilian Hogeweg mit dem Herzkatheterlabor des Marien Hospital Witten zusammen.

Wie es nach der Facharztausbildung weitergeht

Nach der 60-monatigen Facharztweiterbildung in der Inneren Medizin besteht für Maximilian Hogeweg die Möglichkeit einer weiteren zweijährigen Spezialisierung in einem Teilgebiet der Inneren Medizin. Besonders die Nephrologie – also die Prävention, Diagnostik und Therapie von Nierenerkrankungen – begeistert ihn aufgrund ihrer Komplexität. Wo er sich in zehn Jahren sieht, steht für ihn aber noch nicht konkret fest: „Durch den Facharzt in der Allgemeinen Inneren Medizin erlange ich zunächst eine umfassende Grundausbildung und halte mir meine Spezialisierung noch offen“, erklärt er. „Vom spezialisierten Facharzt bis zum Hausarzt besteht die Möglichkeit eines breiten Tätigkeitsfelds.“ Doch zunächst ist geplant, weiterhin im Krankenhaus zu arbeiten und die klinische Forschung auch künftig in den Arbeitsalltag mit den Patienten zu integrieren. „Hier im Marien Hospital Herne herrscht ein tolles, gemeinschaftliches Arbeitsklima. Ich wurde sehr herzlich empfangen, was mir den Einstieg einfach gemacht hat. Für die Assistenzzeit würde ich jedes Mal wieder so wählen.“

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