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Akademie der Physiotherapie

Perfekte Verbindung von Theorie und Praxis

Zwischen Boxring und Unterrichtsraum

Auszubildende unterrichten, Klausuren korrigieren und bis zu 12 Stunden diszipliniertes Training pro Woche: Tabea Franks Tage sind gut gefüllt. Die 33-jährige Sportwissenschaftlerin unterrichtet als Dozentin an der Akademie der Physiotherapie der St. Elisabeth Gruppe in Herne. Gleichzeitig ist sie sehr erfolgreich im Boxsport unterwegs und arbeitet an einer siegreichen Teilnahme an der deutschen Meisterschaft. Zwei ganz unterschiedliche Welten, die in ihrem Alltag aufeinanderprallen – jedoch nicht für Tabea Frank. Für sie ergänzen sich Leistungssport und Dozententätigkeit hervorragend.

Voller Terminkalender
Deutsche Hochschulmeisterschaften, NRW-Meisterschaften, Deutsche Meisterschaften und die eventuelle Qualifikation für internationale Turniere - Tabea Franks Planung für das Jahr 2019 lässt keine Verschnaufpausen zu. Rund 12 Stunden pro Woche trainiert die Amateurboxerin, um sich für ihre Kämpfe in Form zu bringen. Zusätzlich arbeitet sie 30 Stunden in der Woche an der Akademie für Physiotherapie der St. Elisabeth Gruppe in Herne. Trotz Angeboten, ihren Job an den Nagel zu hängen und in den Profi-Boxsport zu wechseln, entschied sich Tabea Frank ganz bewusst für diesen Weg.

Perfekte Verbindung von Theorie und Praxis
"Nur auf eine Karriere im Boxsport zu setzen, ist mir zu unsicher", erklärt Frank. "Eine Verletzung könnte jederzeit das Aus im Profisport bedeuten und dann steht man schnell mit nichts da. Zudem möchte ich das theoretische Hintergrundwissen, das ich mir in den letzten Jahren angeeignet habe, auch sinnvoll nutzen und es weitergeben." Nach der Schule absolvierte sie eine Ausbildung zur Physiotherapeutin. 2015 beendete sie ihr Bachelor-Studium der Sportwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum und schreibt zurzeit an ihrer Thesis zum Abschluss ihres Masters in Sportmanagement. "Als Physiotherapeut behandelt man unter anderem auch Sportler, um diese wieder fit zu machen. Als Physiotherapeutin und Sportwissenschaftlerin auf der einen Seite und Leistungssportlerin auf der anderen kenne ich beide Perspektiven und kann sie so im Unterricht meinen Auszubildenden anschaulich näher bringen."

Fitness und Gesundheit leben
Für viele der Auszubildenden der Akademie der Physiotherapie bietet ihre durchtrainierte und disziplinierte Dozentin zudem einen Antrieb, an der eigenen Fitness zu arbeiten. "Bei Ausflügen fordern mich die Auszubildenden manchmal heraus und wollen zum Beispiel wissen, wie viele Klimmzüge oder Liegestütze ich hintereinander machen kann. Das nehmen sie dann als Ansporn, ihre eigene Fitness zu verbessern", erzählt die gebürtige Dortmunderin. "Es freut mich, wenn ich die Auszubildenden so motivieren kann, ihre eigenen Leistungen zu verbessern und sich für einen gesunden Lebensstil zu begeistern. Denn wer seinen Patienten näherbringen will, wie sie das Beste aus ihren Körpern herausholen und gesund leben können, der muss diese Einstellung auch selbst leben." Dabei ist es ihr wichtig, nah an der Lebenswelt der angehenden Physiotherapeuten zu bleiben: "Ich habe neulich beobachtet, dass viele meiner Schüler eine Smartwatch tragen, aber eigentlich gar nicht wissen, wie man ihre Funktionen richtig nutzen kann. Also habe ich dies kurzerhand zum Unterrichtsthema gemacht. So haben wir uns beispielweise mit der Funktion des Pulsmessers beschäftigt und geschaut, was einem der Puls in verschiedenen Alltagssituationen über die körperliche Fitness verraten kann." Auch beschränkt Tabea Frank ihren Unterricht nicht nur auf das Klassenzimmer und hat stets Ideen, wie man den Auszubildenden die Inhalte spannend und praxisorientiert beibringen kann: "Im Juni geht es für uns zunächst einmal in die Kletterhalle und im Juli dann auf einen Outdoor-Hindernisparcours." Auch die Themen Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit und Motivation will sie ihren Schülern nahebringen. Denn diese sind für die Leistungssportlerin ein wichtiger Baustein für den Erfolg - sowohl im Berufsleben als auch beim Boxen.

Für mehr Frauen im Ring
Durchhaltevermögen braucht Tabea Frank auch, um ihren straffen Trainingsplan neben dem Beruf einhalten zu können. Der Erfolg gibt ihr Recht: Erst vor zwei Jahren wechselte sie vom professionellen Kickboxen zum Amateurboxen und kämpft bereits mit den Besten Deutschlands, der sogenannten Box-Elite. Im vergangenen Jahr trat sie bereits bei den Deutschen Meisterschaften an und kehrte nach einem spektakulären Kampf und einer knappen Niederlage direkt mit der Bronzemedaille nach Hause zurück. Dieses Jahr soll es dann mit dem Sieg klappen und vielleicht auch mit der Qualifikation für weitere internationale Wettkämpfe. Neben ihrem großen Ziel, die deutsche Meisterschaft zu gewinnen, ist es ihr vor allem ein Anliegen, den Boxsport für Frauen attraktiver zu machen: "Boxen ist ein toller Sport. Das Bild des Boxers oder der Boxerin mit der platten Nase und der aufgeschlagenen Lippe ist ein Klischee. Vielmehr geht es um körperliche Fitness, technisches Geschick, Taktik und Psychologie. Eine sehr gute Sportart, um sich gesund und fit zu halten."

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