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Hebammenschule

Ausbildung im Kreißsaal

Experten rund um Schwangerschaft und Geburt – Ausbildung zur Hebamme / zum Entbindungspfleger

Corinna Panitz ist die Leiterin der neuen Hebammenschule der St. Elisabeth Gruppe - Katholische Kliniken Rhein-Ruhr. Ab dem 01. März 2019 empfängt sie den ersten Ausbildungsjahrgang auf dem Campus der St. Elisabeth Gruppe in Herne-Börnig. Im Interview erzählt sie, was die Schülerinnen und Schüler in der Ausbildung erwartet, welche Voraussetzungen sie mitbringen sollten und warum der Hebammenberuf so erfüllend ist.

Was erwartet die Schülerinnen und Schüler in der Ausbildung zur Hebamme / zum Entbindungspfleger?

Corinna Panitz: Die Ausbildung dauert 3 Jahre, wird vergütet und ist in theoretischen Unterricht und Praxisphasen unterteilt. Die Theorie umfasst 1.600 Stunden. Als Grundlage für die Inhalte dient die sogenannte empfehlende Ausbildungsrichtlinie für staatlich anerkannte Hebammenschulen in NRW. Im Prinzip behandeln wir alle Themen rund um die Geburt, von der anfänglichen Familienplanung bis hin zum Stillen des Babys. Auch gibt es beispielsweise einen eigenen Kreißsaal zu Übungszwecken, in dem Entbindungen und Notfallsituationen simuliert werden können. Mit einer Art Rucksack, der auf den Bauch geschnallt wird, kann eine Geburt sehr realitätsnah simuliert werden. Anschließend werten wir die Abläufe dann aus und können den Auszubildenden wertvolles Feedback geben. Die rund 3.000 Praxisstunden werden in den Einrichtungen der St. Elisabeth Gruppe mit jährlich über 4.000 Geburten sowie im Externat bei einer freiberuflichen Hebamme durchgeführt. Grundsätzlich ist es mein Anspruch, dass die Hebammen nach Beendigung ihrer Ausbildung in allen Bereichen des Hebammenwesens sofort selbstständig tätig werden können.

Welche Voraussetzungen sollten die Bewerber für die Ausbildung mitbringen?

Corinna Panitz: Wer sich für eine Ausbildung zur Hebamme oder zum Entbindungspfleger entscheidet, sollte sich im Vorfeld sicher sein, dass dies wirklich der Beruf ist, den er oder sie ausüben möchte. Am besten findet man das für sich heraus, indem man im Vorfeld ein Praktikum im Kreißsaal macht. Hier unterstützen wir auch gerne potenzielle Bewerber auf der Suche nach einem Praktikumsplatz. Zudem müssen die Bewerber mindestens 18 Jahre alt sein und einen Realschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung vorweisen. Sofern zuvor eine mindestens zweijährige Pflegevorschule erfolgreich besucht wurde, eine Berufsausbildung mit einer vorgesehenen Ausbildungsdauer von mindesten zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen wurde oder die Erlaubnis als Krankenpflegehelfer/in vorliegt, kann die Bewerbung auch mit einem Hauptschulabschluss oder einer gleichwertigen Schulbildung erfolgen. Bewerbungen können das ganze Jahr über eingereicht werden.

Ist der Hebammenberuf ein Beruf mit Zukunft?

Corinna Panitz: Wir alle wurden geboren und benötigen Hilfe bei der Geburt. Folglich werden Hebammen auch zukünftig eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft spielen. An den Bewerberzahlen sehe ich, dass auch heute noch viele junge Menschen den Wunsch haben, Hebamme zu werden. Die angehenden Hebammen empfinden es als sehr erfüllend, Menschen auf dem Weg dahin zu unterstützen, eine Familie zu werden und dabei zu helfen, neues Leben auf die Welt zu bringen.

Sie sind an einer Ausbildung zur Hebamme / zum Entbindungspfleger interessiert? Hier finden alle weiteren Informationen.

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